Die WILD UND HUND-Keilernadel

(Fotos: Gabriel Ozon)
J.P. SAUER & SOHN ist Premium-Partner der WILD UND HUND-Keilernadel.

Schiessstandard für Schiesskinos

Wann ist ein Drückjagdschütze gut? Schießlehrer und WuH-Experte Andreas Bach hat 3 Sequenzen mit verschiedenen Jagdsituationen ausgewählt, die ein guter Schütze bewältigen sollte. Zeit für den Selbsttest.

Die Taube platzt – Treffer. Mit der Kugel mehr als 8 Ringe beim Laufenden Keiler – tödlich. Im Schießkino zeigt ein roter Punkt, wo der Einschlag sitzt. Beim Training eine direkte Rückmeldung zu bekommen, ob die Schießleistung passt oder nicht, ist für einen trainierenden Nimrod unabdingbar. Nur so sieht er, ob er Fehler macht. Durch den standardisierten Aufbau der Anlage und der Geschwindigkeiten der Ziele auf den Kugel- sowie Schrotständen der Kreisgruppen und LJVs sind die Anforderungen immer gleich. Die Tauben- bzw. Ringanzahl zeigt den aktuellen Leistungsstand. Im Schießkino gibt es einen solchen Standard nicht. Noch nicht! Die Auswahl der Filme, und damit die qualitative Herausforderung, obliegt meist dem Betreiber und den übenden Jägern im gemeinsamen Einvernehmen. Doch ist der gezeigte Film jetzt schwer oder leicht? Erfahrene und vor allem erfolgreiche Drückjagdschützen mögen das noch beurteilen können, besonders dem Anfänger fällt es aber schwer. Aus dem riesigen Filmportfolio des Produzenten Gabriel Ozon (schiessfilme.de) wurden deshalb 3 Szenen ausgesucht, deren Schwierigkeitslevel steigen und die möglichst viele Aspekte der Drückjagd beleuchten. Wenn Sie also die folgende Herausforderung meistern, sind Sie ein guter Drückjagdschütze.

In dieser 18 Sekunden andauernden Seqeuenz zieht eine sehr ruhige, 14-köpfige Rotte von links nach rechts – 3 Bachen, ein Überläuferkeiler und 10 Frischlinge. Zwischenzeitlich verhoffen die Wutzen auch mal. Hier gilt es, sauber anzusprechen und nur frei stehende/ziehende Stücke zu beschießen. So birgt das Video etwa die Gefahr, dass ein Frischling verdeckt von einer der Bachen zieht. Am Ende der Sequenz überlagern sich ein paar Frischlinge, die auch unverhofft etwas mehr Tempo aufnehmen. Diese Sequenz ist ein recht einfacher Einstieg, wenn Sie sich die Sequenz vor der ersten Schussabgabe genau ansehen. Konzentrieren Sie sich auf sauberes Mitschwingen, Abziehen und zügiges sowie kontrolliertes Nachladen.
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In dem 12-sekündigen Video wechseln den Schützen von rechts nach links 3 Frischlinge auf etwa dem gleichen Wechsel an. Diesmal ist ihre Geschwindigkeit jeweils ein lockerer Trab und bei allen Wutzen etwa gleich. Hierbei gilt es, sauber mitzuschwingen und zügig für einen eventuellen Nachschuss zu repetieren. Spätestens in der Mitte der Leinwand sollte der erste Schuss erfolgen. Die Herausforderung liegt zum einen in der recht kleinen Trefferfläche bei den Frischlingen für einen letalen Schuss und dem etwas flotteren Tempo. Schauen Sie sich auch hier die Sequenz vorher genau an, schwingen Sie mit der ungeladenen Waffe mit und legen Sie sich die Schusszonen für den 1. und den eventuellen 2. Schuss fest.
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In dieser 8-Sekunden-Sequenz überfallen 3 Überläufer einen Waldweg von rechts nach links. Die erste Wutz zieht in einem flotten Gang recht nah am Schützen vorbei, während im Hintergrund der nächste Überläufer schon ins Blickfeld kommt. Dieser ist etwa gleich schnell und zieht im Winkel vom Schützen weg. Der letzte Überläufer des Films nimmt etwa den gleichen Wechsel wie Sau Nummer 2, nur in einem deutlich schnelleren Tempo. Ihn ganz am Ende der Sequenz zu erlegen, ist problematisch, da hier kein Kugelfang mehr gegeben ist. Die unterschiedlichen Distanzen bzw. Winkel und ebenso das zügige Repetieren für einen eventuellen Nachschuss sind hier die Herausforderung. Da auch diese Sequenz mehrfach wiederholt wird, kann der Schütze die gleiche Wutz auch 3 mal beschießen. Alle 3 Schwarzkittel bei je einem Durchgang zu erlegen, sollte allerdings das Ziel sein – gleich 2 in einer Sequenz zu erlegen, wäre aber auch möglich.
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Pro Filmsequenz muss der Jäger 3 Sauen mit Kammerschuss (!) erlegen. Kunstschüsse hinter den Teller sind nicht erwünscht. Die jeweilige Sequenz läuft in Dauerschleife, und der Schütze kann auch mal auslassen, bevor er überhastet schießt. Wird aber eine Wutz z. B. „weich“ getroffen, muss sie in der aktuell laufenden Szene noch erlegt werden. Die Bewertung, ob tödlich oder nicht, trifft letztlich die Schießaufsicht. Dazu wird die laufende Sequenz gestoppt, sobald ein Projektil die Leinwand durchschlägt. Damit bekommt auch der Schütze eine direkte Rückmeldung, ob der Treffer in der Kammer liegt oder ob er die „angebleite“ Sau noch zu erlegen hat. So würde es ein versierter Jäger auf der Drückjagd ja auch machen: Schuss, repetieren, dabei das Zeichnen interpretieren und eventuell nachschießen. Liegt die Sau, geht es ohne Verzögerung weiter, liegt sie auch nach dem Nachschuss nicht, beginnt nicht nur das Zählen von vorn, sondern es wird auch wieder mit Sequenz 1 gestartet. Letztlich kann der Jäger ein und dieselbe Wutz in einer Sequenz 3 mal beschießen bzw. erlegen. Wurde eine Sau mit einem Schuss erlegt oder einwandfrei gefehlt, darf der Schütze innerhalb der laufenden Sequenz eine weitere Wutz mit max. 2 Patronen beschießen.

Auf einer Drückjagd sieht der Jäger meist die Rotte anwechseln, kann ansprechen und sich das passendes Stück aussuchen. Deshalb ist es auch hier wichtig, dass sich der Schütze die Szenen im Vorfeld anschaut, sich einen Plan zurechtlegt, wo er die Wutz abholt und wo er sie erlegt, damit er für einen eventuellen Nachschuss noch genug Leinwand übrig hat. Ein wesentlicher Vorteil des Kinos im Vergleich zu den Schießständen ist nämlich, dass es erlaubt ist, die Waffe mit mehr als einer Patrone zu laden. So kann der Schütze hier lernen bzw. perfektionieren, direkt im Anschlag zu repetieren. Beim WuH-Keilernadel-Standard geht es nicht darum, so viele Sauen wie möglich mehr schlecht als recht zu befunken, sondern sauber zu schießen und ggf. draufzubleiben und die Sau an den Platz zu bannen. Erschwerte Nachsuchen, die jeweils an 5 verschiedenen Anschüssen rund um den Stand auf das Nachsuchengespann warten, sind nicht das Ziel. Dafür lieber 1 oder 2 sauber erlegte Schwarzkittel, die nur zum nächsten Weg vorgerückt werden müssen.

Bestanden haben Sie den qualitativen WuH-Schießnachweis für Schießkinos, wenn Sie in einem Durchgang in allen 3 Sequenzen 3 Sauen sauber erlegen. Ein Aufrechnen aus anderen Sequenzen – also eine freiwillig erlegte, vierte Wutz – ist nicht möglich. Kann also ein Schütze etwa die „angebleite“ Wutz nicht in der laufenden Sequenz sauber erlegen, gilt die Teilaufgabe als nicht bestanden und er beginnt wieder mit Sequenz 1 von vorn. Es ist nicht möglich, nur die eine, nicht bestandene Sequenz zu wiederholen. Die gesamte Herausforderung der WuH-Keilernadel können Sie allerdings so oft wiederholen, wie Sie möchten. Haben Sie letztlich die Anforderungen erfüllt, wird Ihr Ergebnis im Schießnachweisheft festgehalten. In den teilnehmenden Schießkinos (s. Seite 54) liegt eine Liste aus, in die Sie sich mit Namen und Adresse eintragen, sodass Sie anschließend die WuH-Keilernadel nach Hause gesendet bekommen. Außerdem nehmen Sie damit gleichzeitig an einer Verlosung mit wertvollen Sachpreisen teil.

Anforderung Keilernadel

1. Jeweils 3 Sauen in den 3 Sequenzen beschießen.

2. Alle 9 Schwarzkittel müssen tödlich getroffen sein.

3. Es darf pro Wutz nur 2 Mal geschossen werden.

4. Wenn eine Sau komplett gefehlt wurde, darf der Schütze pro Sequenz eine weitere mit maximal 2 Patronen beschießen.

5. Werden in einer Sequenz die 3 Wutzen nicht erlegt, gilt das „Teilziel“ als nicht bestanden. Alle 3 Sequenzen müssen dann wiederholt werden.

6. Die Sequenzen können beliebig oft wiederholt werden.

Die Keilernadel

Die WuH-Hutnadel wird von Oliver Kieser produziert. Der Chemikant und Informationselektroniker aus Frankfurt am Main stellte das kleine Schmuckstück im äußerst präzisen und ressourcenschonenden 3-D-Druckverfahren her. Auf der Rückseite ist eine Nadel mit Sicherheitsschließe, sodass sie weder im Hutinneren stört noch verloren geht.

IHR GEWINN ?!

Sie haben die Anforderungen der WuH-Keilernadel erfolgreich bewältigt? Dann tragen Sie sich in der im teilnehmenden Schießkino ausliegenden Liste ein und holen Sie sich die Keilernadel für Revers oder Hut. Gleichzeitig nehmen Sie dadurch an der Verlosung wertvoller Preise teil. Unser Hauptpreis wird von der Traditionsschmiede J. P. Sauer & Sohn zur Verfügung gestellt. Der Gewinner erhält eine Sauer „404 Elegance ErgoLift“. Der Repetierer ist mit einem Holzschaft der Klasse 5 ausgestattet und bietet eine ergonomische Schaftbackenerhöhung, die individuell eingestellt werden kann. Ausgeliefert wird die Waffe im Kaliber .308 Win. und mit einer Lauflänge von 51 cm. Zudem hat das Gewehr ein Mündungsgewinde (M 15 x 1), an dem einfach ein Schalldämpfer oder eine Mündungsbremse montiert werden kann. Die Waffe hat einen Wert von 5 960 €. WILD UND HUND sowie J. P. Sauer & Sohn wünschen Ihnen viel Erfolg und eine schöne Zeit im Schießkino!

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