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Jagdverbote verhängt

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Der Abschuss des Löwen „Cecil“ aus dem Hwange-Nationalpark in Simbabwe sorgt international für Empörung. Auch der Internationale Jagdrat (CIC) verurteilt die Tat als Wilderei. Nun schränkte die Landesregierung die Jagd ein.

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Löwe „Cecil“ war eine Touristenattraktion des Hwange-Nationalparks. (Foto: DPA)
Laut den Behörden war die Jagd auf den bei Touristen beliebten Löwen durch einen amerikanischen Jagdgast illegal. Sie verhängten ein vorübergehendes Jagdverbot für Gebiete rund um den Nationalpark. Dort dürfen bis auf weiteres keine Löwen, Leoparden und Elefanten erlegt werden. Die Jagd mit Pfeil und Bogen wurde verboten. Umweltministerin Oppah Muchinguri forderte die Auslieferung des Gastjägers – ein Zahnarzt aus dem US-Staat Minnesota.
 
Berichten zufolge wurde die Raubkatze mit Luder aus dem Park gelockt und dann von dem Amerikaner mit einer Armbrust beschossen. Die Nachsuche auf den angeschweißte Löwen zog sich: Erst nach zwei Tagen konnte ihm der erlösende Fangschuss angetragen werden. Der 55-jährige Jagdführer der Firma Bushman Safari Simbabwe sitzt in Untersuchungshaft. Gegenüber der Presse beteuerte er seine Unschuld.
 
Der 13-jährige Löwe „Cecil“ war seit 2008 Teil eines Forschungsprojekts der Oxford Universität (WildCRU). Gerüchte der Tierschutzaktivisten Zimbabwe Conservation Task Force, dass ein weiterer Löwe aus dem Hwange-Nationalpark erlegt worden sei, dementierten die Wissenschaftler.
 
as

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