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Maasai protestieren gegen Umsiedlung aus dem Ngorongoro Schutzgebiet

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Die im weltbekannten Ngorongoro in Nord-Tansania lebenden Maasai protestieren gegen Pläne der tansanischen Regierung, einen Teil der im Naturschutzgebiet lebenden Menschen auszusiedeln.

Die Maasai-Bevölkerung kann im Schutzgebiet von der Viehzucht nicht mehr leben. (Foto: XR Youth Solidarity)

Hintergrund ist ein seit langem schwelender Landkonflikt. Ngorongoro ist ein Teil der Serengeti und hat den Status eines UNESCO-Weltnaturerbes. Vor allem der berühmte Ngorongoro Krater wird jedes Jahr von über einer halben Million Touristen besucht.

Als das Schutzgebiet 1959 eingerichtet wurde, durften die zuvor eingewanderten Maasai Rinderhirten – anders als im Serengeti Nationalpark – dort wohnen bleiben. Inzwischen hat sich ihre Zahl sowie die Zahl ihrer Rinder mehr als verzehnfacht. Die Maasai können sich von der Viehzucht allein nicht mehr ernähren und haben mit dem verbotenen Ackerbau begonnen. Die Regierung hat es bislang nicht vermocht, eine Lösung, die das Bevölkerungswachstum und den Naturschutz in Einklang bringt, zu finden. Vielleicht gibt es eine solche Lösung auch gar nicht.

Angefacht und moderiert wird der legitime Protest der Maasai durch lautstarke Aktivistengruppen in Großbritannien. Sie rufen zu einem Boykott Tansanias auf und bedrängen Reisebüros, sich ihrem Protest anzuschließen. Um Stimmung zu machen, behaupten sie fälschlich, es ginge auch darum, in den Gebieten, aus denen Menschen ausgesiedelt werden sollen, stattdessen die Großwildjagd einzuführen.

rdb

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