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Namibia stoppt Gepardenjagd

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Vorerst werden in Namibia keine Geparden mehr für ausländische Jagdgäste zum Abschuss freigegeben. Aufgrund von Exportrückständen aus den Vorjahren verhängte das Ministerium für Umwelt und Tourismus den Jagdstopp.

150 Geparden dürfen gemäß Washingtoner Artenschutz Übereinkommen (CITES) jährlich in Namibia erlegt und ausgeführt werden. Im vergangenen Jahr wurden aber von Trophäenjägern 189 Geparden erbeutet. Da bereits aus 2007 ein Exportüberhang bestand, konnten nur 58 Trophäen legal exportiert werden. 131 Decken der Raubkatzen befinden sich jetzt im Überhang. Da außerdem 21 Geparde seit Beginn der Jagdsaison am 1. Februar erlegt wurden, stoppte das Ministerium die Vergabe der Lizenzen. Gleichzeitig entschuldigten sich die Behörden bei Outfittern, die bereits Gepardenjagden für dieses Jahr verkauft haben und jetzt die Verluste tragen müssen.
Im Vergleich der Jagdjahre 1989 bis 2008 stehen gut 1200 von Jagdgästen erlegte Geparden rund 1500 von Farmern getöteten und gemeldeten Problemtieren gegenüber.
 
 
-bd-

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