Neues aus der Wildbiologie: Dummheit kann tödlich enden

886

Die dänischen Wissenschaftler Johannes Erritzøe und Anders Pape Møller haben festgestellt, dass je kleiner das Gehirn eines Vogels ist, desto größer ist die Chance, dass er bei der Jagd erlegt wird. Dieses Ergebnis war unabhängig von Alter, Kondition, Gewicht, Geschlecht oder Vogelart.

Krähenjagd
Laut den Wissenschaftlern müssen die Rabenkrähen ein kleines Gehirn haben, da sie auf der Jagd erlegt wurden.
Foto: red.

Außer der Gehirngröße hatte auch das Gewicht einen Einfluss auf das Erlegungsrisiko: Je schwerer ein Vogel war, desto größer war die Chance erlegt zu werden.
Für die Studie wurden 3781 Vögel untersucht, die in den letzten 55 Jahren bei Tierpräparatoren abgegeben worden waren. Unabhängig davon, ob nur jagdbare Arten oder alle Arten berücksichtigt wurden war das Ergebnis eindeutig. Falls die Gehirngröße einen Rückschluss auf die Intelligenz zulässt, dürften bejagte Arten mit der Zeit immer schlauer werden. Ein Effekt, der manchen Jäger nicht überraschen dürfte. Johannes Lang

ANZEIGEAboangebot