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Neues aus der Wildbiologie: Wie viel Hausschwein steckt im Schwarzwild?

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Ein Viertel aller Schwarzkittel aus zwei Jagdgebieten in Polen hatten Hausschweine in ihrer Ahnenreihe. Das ergab eine Untersuchung von 265 Wildschweinen durch polnische Forscher um Artur Dzialuk, die Anfang des Jahres im Fachmagazin Mammal Review veröffentlicht wurde.

Wildschwein
In Polen wurde in zwei Jagdgebieten festgestellt, dass ein Viertel aller Schwarzkittel Hausschweingene in sich tragen.
Foto: Heinz Lehmann

Der ermittelte Anteil von Hausschweingenen in Schwarzwild ist vergleichsweise hoch und entspricht dem in Regionen, in denen Hausschweine traditionell halb wild gehalten werden. Als hauptsächliche Ursache für diesen hohen Anteil in der untersuchten Region werden illegale Aussetzungen von Gehegetieren angenommen, die in der Vergangenheit mit Hausschweinen gekreuzt worden waren. Zudem gibt es in Polen einige Betriebe, in denen Hybride aus Wildschwein und Hausschwein zur Fleischproduktion gehalten werden. Aus diesen könnten ebenfalls immer mal wieder Tiere entkommen sein. Ein Indiz, das gerade in Zeiten der ASP sehr brisant ist. Eine historische Quelle für die Hausschweingene, die noch auf die Zeiten der Waldweide zurückgehen, halten die Forscher für unwahrscheinlich. Johannes Lang

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