Niedersachsen: Grundeigentümer fordern Wolfsbejagung

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Dass die Bejagung des Wolfes möglich sein müsse, forderte der Präsident des Zentralverbandes der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden Niedersachsen (ZJEN), Hans-Heinrich Ehlen, auf dessen Mitgliederversammlung am 22. November in Walsrode.

Die Bejagung des Wolfes fordert Hans-Heinrich Ehlen, Präsident des Zentralverbandes der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden Niedersachsen (ZJEN).
Foto: Reiner Bernhardt

„Das Jagdrecht als Eigentumsrecht wird missachtet, wenn eine Bejagung von Wildtierarten verboten wird, die in ihrem Bestand gänzlich ungefährdet sind“, sagte Ehlen. Das gelte nicht nur für den Wolf, sondern auch für Nonnen- und Graugänse, die in den Weidegebieten Norddeutschlands erhebliche Schäden verursachen würden. „Hier bedarf es im öffentlichen Interesse dringend einer Lösung“, mahnte Ehlen. Diese erwarte er auch in Schutzgebieten und regte eine einheitliche Landesverordnung zur Absicherung der Erhaltungsziele an. Mit jährlichen und damit flexiblen Bewirtschaftungsplänen könnten diese Ziele ohne die Fesseln des Ordnungsrechtes ebenso gut umgesetzt werden.

Laut Gastredner Philipp zu Guttenberg, Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände, verorte man im „ländlichen Raum und der nachhaltigen Nutzung unserer Heimat eine bedrohliche Schieflage“. Guttenberg sieht das Eigentum, zu dem auch das Jagdrecht gehört, und die Freiheit als tragende Säulen des Gemeinwesens durch die momentanen politischen Strömungen gefährdet und verdeutlichte dies an einigen Beispielen. „Es ist höchste Zeit, dass wir alle die Reihen dicht machen und geschlossen für unsere Heimat kämpfen“, forderte er Landwirte, Waldbesitzer, Jäger und Angler zur Geschlossenheit auf. Guttenberg warnte vor der „Refeudalisierung des ländlichen Raumes“ und davor, dass statt Freiherrn und Grafen grüne Ministerialräte die modernen Lehnsherren werden könnten. mh

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