Petition sieht Rotwild in Not

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Seit dem 17. Januar läuft auf der Internetplattform „change.org“ eine Petition des Bad Gasteiner Hotelbesitzers Thomas Tscherne gegen einen Fütterungsstopp beim Rotwild und die Jagdpolitik der Österreichischen Bundesforste (ÖBF).

Thomas Tscherne sieht sich dem Schutz des Rotwilds verpflichtet.
Foto: Gunther Stoschek

Unter dem Schlagwort „Rotwild in Not“ fordert er von Bundespräsident Alexander van der Bellen, Bundesagrarministerin Elisabeth Köstinger und dem Salzburger Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Winterfütterungen zu erhalten, in der Notzeit die Jagd zu verbieten sowie den Totalabschuss zu unterlassen. Konkret zielt er damit auf die ÖBF, die seiner Aussage nach die Jagd auf Rotwild auch in der Schonzeit erreichen will. „In bestimmten Regionen soll Rotwild das ganze Jahr über und unabhängig von Alter und Geschlecht abgeschossen werden“, kritisiert Tscherne im Rahmen der Petition. Eine ganze Reihe noch bestehender Rotwild-Fütterungen sollten eingestellt werden. Das Unternehmen ÖBF widerspricht dieser Darstellung auf seiner Internetseite: „Anders als unter rotwild-in-not.at angegeben gibt es keine generelle Forderung von Jagd auf Rotwild in der Schonzeit ebenso wenig wie die genannten Totalabschüsse.“ Es räumt aber ein, dass just im Gasteiner Angertal Fütterungen aufgelassen würden, weil der Schutzwald bedroht sei. Nach Aussage der Behörde gäbe es dort „waldverwüstende Wildschäden“ und viel zu hohe Wildbestände. Die Petition hatte binnen drei Tagen bis Sonntagabend 18.30 Uhr bereits über 7050 Unterschriften verbucht. WILD UND HUND wird in Ausgabe 4/2019 über den Konflikt in Österreich berichten. vk

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