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Quecksilber bedroht Küstenfüchse

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Eine arktische Fuchspopulation auf der Insel Mednyi in der Beringsee vor Kamtschatka erweist sich gerade als alarmierender Umweltindikator: Die Tiere, die sich fast ausschließlich von Meeresvögeln und Robbenkadavern ernähren, leiden unter Quecksilbervergiftung.

Das haben Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung Berlin, der Moscow State University und der University of Iceland herausgefunden. Sie erforschten die Gründe für Populationsrückgänge, hohe Jungensterblichkeit, ein geringes Körpergewicht und schlechtes Haarkleid der Füchse auf Mednyi. Dabei fanden sie auch sehr hohe Quecksilberwerte in ihren Nahrungstieren, Seevögeln und Robben. Die Daten verglichen sie mit jenen einer arktischen Fuchspopulation an der Küste Islands, die sich ebenfalls von Seevögeln ernährt und hohe Quecksilberwerte zeigt. Eine dritte untersuchte Population im Zentrum Islands, die vor allem Landvögel und Nagetiere erbeutet, hatte dagegen sehr niedrige Quecksilberwerte.
vk

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