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Seeadler vergiftet

1832

Im vergangenen Jahr sind mindestens vier Seeadler durch das Insektengift Mevinphos ums Leben gekommen.

Seeadler
Foto: Markus Hölzel
Das hat eine Untersuchung des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin Ende Dezember ergeben. Mevinphos ist in Deutschland bereits seit 1990 verboten. Umweltministerin Juliane Rumpf (CDU) geht von einer vorsätzlichen Handlung aus. Offensichtlich legten bisher unbekannte Täter gezielt präparierte Köder aus. Rumpf sagte: „Wir werden alle Möglichkeiten der Justiz- und Umweltbehörden einsetzen, um diesen kriminellen Machenschaften ein Ende zu bereiten. Das vorsätzliche Vergiften von Tieren ist kein Kavaliersdelikt.“
Das Umweltministerium und der Landesjagdverband Schleswig-Holstein haben Strafanzeige gestellt. Der WWF hat eine Belohung von 5000 Euro für Hinweise ausgesetzt, die zur Überführung der Täter führen. Drei tote Seeadler wurden in der Gemeinde Gothendorf im Kreis Ostholstein und einer im Kreis Herzogtum Lauenburg gefunden.                                                                          mh
 

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