Schweiz: Spur des Bündner Wolfes verliert sich in Ungarn

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Noch vor kurzem wurde über die Längste bekannte Wolfs-Wanderung Europas berichtet. Jetzt fand die Reviersuche von M237 mit aller Wahrscheinlichkeit in Ungarn ein tragisches Ende.

(Symbolbild: miloweiler /AdobeStock)

Graubünden: Einer Kantonsmitteilung zufolge ist der Jungwolf aus dem Stagias-Rudel, der von Graubünden nach Ungarn gewandert ist, mit größter Wahrscheinlichkeit nicht mehr am Leben. Nahe der ungarisch-slowakischen Grenze sei vor wenigen Tagen der Sender von M237 gefunden worden. Vom Tier aber fehle jede Spur. Die Behörde geht mit größter Wahrscheinlichkeit vom Tod des Grauhundes aus.

Gemäß ersten Informationen der ungarischen Behörden würden derzeit im Rahmen der Untersuchungen auch Hinweise auf eine mögliche Wilderei gesammelt. Es ist aber ebenso möglich, dass das Halsband des Senders aufgrund natürlicher Umstände abhandengekommen ist.

Der Wolfsrüde machte Schlagzeilen, weil er mit einer Strecke rund 1.900 Kilometern die wohl längste dokumentierte Wolfs-Wanderung in Europa zurückgelegte. Dabei durchquerte M237 vier Länder, ehe er Ende März 2023 in Ungarn gesichtet wurde.

fh


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