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Streusalz begünstigt Wildunfälle

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Nicht nur Aasfresser wie Fuchs und Krähe suchen entlang der Straßen nach Futter – Streusalze locken jetzt auch vermehrt Schalenwild in den Verkehr.

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Salzige Vegetation lockt Wild an die Straßen. Foto: dpa
Winterlicher Verkehr wird nicht nur durch das Wetter erschwert – die Unfallgefahr steigt derzeit auf glitschiger Fahrbahn zusätzlich, weil Streusalz Wild anlockt. Normalerweise steht Kochsalz (Natriumchlorid) Wildtieren nur begrenzt zur Verfügung. Zum einen ist sein Anteil in den Futterpflanzen des Binnenlandes sehr gering, zum anderen wird es aus oberirdisch zugängigen Bodenschichten ausgewaschen, weil es wasserlöslich ist.
 
Um ihren Salzbedarf zu decken, nimmt das Wild weite Strecken auf sich und von Jägern bereitgestellte Salzlecksteine werden gerne aufgesucht.
Doch im Zuge des Winterdienstes wird die Mangelware Salz zur Massenware. Besonders dort, wo man Wild eigentlich nicht haben will: entlang stark befahrener Straßen.
 
Das Streusalz enthält dabei nicht nur Natriumchlorid, sondern auch Chloride und Sulfate mit Calcium und Magnesium. Die schmackhafte Mischung bleibt nicht nur auf den Straßen, sie wird in wässriger Lösung auch auf Banketten gespült und benetzt die dort wachsende Vegetation. Die Folge: Schalenwild äst vermehrt an Straßenrändern und die Unfallgefahr steigt.
 
sd  

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