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Waldbauern fordern „Pilzmarathon“

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Mit einem sogenannten Blitzmarathon ist das NRW-Innenministerium am 10. Oktober gegen Raser im Straßenverkehr vorgegangen. Diesem Vorbild folgend fordert der Landesverband der Waldbauern für den Herbst 2014 einen „Pilzmarathon“.

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Es locken hohe Einzelhandelspreise von um die 50 Euro/Kg. (Foto: M. Haacker)

Damit soll das „immer weiter ausufernde gewerbliche Sammeln von Pilzen im Wald“ eingedämmt werden. Die Missachtung des entsprechenden gesetzlichen Verbots bringe durch eine systematische Beunruhigung der Wälder biologischen Schaden für Pflanzen und Tiere sowie eine Beschädigung von Naturverjüngungen.

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Etwa 2 Kg/Person und Tag sind zulässig. (Foto: P. Schmitt)
Die Aktion soll sich nicht gegen Pilzgenießer richten, die die laut Landschaftsgesetz zulässige geringe Menge von etwa zwei Kilogramm pro Tag und Person für den eigenen Gebrauch sammeln. Doch die hohen Einzelhandelspreise von etwa 50 Euro je Kilogramm frischer Steinpilze rufen gewerbliche Trupps auf den Plan, „die teilweise mit Stirnlampen, Trillerpfeifen und Funkgeräten ausgestattet sind, um sich gegenseitig zu warnen. Bei einzelnen Polizei-Aktionen wurden durchaus 60 bis 70 Kilogramm Steinpilze bei vierköpfigen Sammlergruppen sichergestellt“, so die Waldbauern. Das Problem habe, speziell in der Eifel, Ausmaße angenommen, die nicht mehr tragbar seien.
 
Weil die Förster der Sache nicht Herr werden könnten und die ständige Anwesenheit der Polizei im Wald illusorisch sei, plädiert der Verband für eine „konzertierte Aktion aller Ordnungskräfte von Polizei, Kommunen und Landesbetrieb Wald und Holz“.
chb

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