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West-Nil-Virus: Drei Fälle in Deutschland

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In Deutschland gibt es inzwischen drei Nachweise vom West-Nil-Virus bei Vögeln, zwei davon in Sachsen-Anhalt. Ein von dem Virus betroffener Bartkauz aus einem Wildpark bei Ebersberg (Bayern) wurde Anfang September entdeckt. Zeitnah folgte dann ein frei lebender Habicht in Weißandt-Gölzau, der an dem Erreger einging.

Bartkauz
Gleich zwei Bartkauze sind an dem West-Nil-Virus verendet.
Foto: Sven-Erik Arndt

Bereits Ende August konnte der Erreger ebenfalls bei einem verendeten Bartkauz in einem Tierpark in Halle/Saale diagnostiziert werden. Die Untersuchungen führte das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) als Nationales Referenzlabor durch.

Das West-Nil-Virus ist eng mit dem Usutu-Virus verwandt, das aktuell für regionale Massenvogelsterben sorgt. Es wird ebenfalls durch Stechmücken übertragen. Vögel stellen die Hauptwirte dar. Aber auch Menschen und Pferde können erkranken, weswegen die Zoonose vom FLI beobachtet wird. In Deutschland ist noch kein Fall einer hier erworbenen Erkrankung am West-Nil-Fieber bekannt, anders aber in Süd- und Südosteuropa, zuletzt auch in Österreich und Tschechien. Bei den meisten Vogelarten wie auch beim Menschen verläuft eine Infektion mit dem West-Nil-Virus unbemerkt oder mit nur leichten Grippesymptomen. Hoch empfindliche Vogelarten wie Eulen in Volierenhaltung können erkranken und verenden. Beo älteren. vorerkrankten Menschen kann sich eine Gehirnhautentzündung entwickeln. Dass diese tödlich endet, ist allerdings selten. vk/aml

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