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Wilderei in Simbabwe ufert aus

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EU schlägt Alarm

Simbabwes Umwelt ist in ernster Gefahr, heißt es in einem Bericht, den die EU-Botschaft in Harare Ende November veröffentlichte.

Simbabwe
Eine gewilderte Spitzmaulnashorn-Kuh neben ihrem Kalb aus der Save Valley-Hegegemeinschaft – traurige Dokumentation des katastrophalen Umgangs mit Wildtieren unter dem Regime von Robert Mugabe.
Ohne diplomatische Zurückhaltung und mit offenen Worten wird die katastrophale Naturzerstörung und Wilderei im Gefolge der Landreform der Regierung Mugabes geschildert, die das Land ins wirtschaftliche und politische Chaos stürzt.Die EU befürchtet, dass viele der Umweltschäden nicht mehr gut zu machen sind, wenn nicht schnellstens etwas geschieht. Dabei spielen Tourismus und die Wildbest�nde des Landes eine wichtige Rolle beim wirtschaftlichen Wiederaufbau des Landes.
 
Als Beispiel für die in weiten Landesteilen außer Kontrolle geratene Wilderei wird das Spitzmaulnashorn genannt. Jeden Monat werden etwa zehn Nashörner gewildert. Mit großer Sorge wird darauf hingewiesen, dass auch die Conservancies (Hegegemeinschaften) gefährdet sind. Nur dort gibt es noch stabile Wildbestände, und diese müssen als Reservoir für eine zukünftige Erholung des Wildes in anderen Landesteilen und den Nationalparks dienen. Die Regierung versucht jedoch, die letzten privaten Wildschutz- und Jagdgebiete ihren Besitzern wegzunehmen oder den Eigentümern Partner aufzuzwingen.
Die EU ruft die internationale Gemeinschaft zu einem Dialog mit der simbabwischen Regierung über Umweltschutz und die Rettung des Wildes auf.
 
 
-rdb-
 
 
Foto: Save Valley Conservancy

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