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Wildschweine in Städten fördern Artenvielfalt

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Wildschwein in einem Stadtgebiet.
Die Bundeshauptstadt gilt als Wildschwein-Schwerpunkt. Stadtjäger versuchen ihre Zahl in Grenzen zu halten. (Symbolfoto: stock.adobe.com)

Was Jäger aus praktischen Beobachtungen wissen, das bestätigt jetzt die Wissenschaft. Durch das Brechen im Boden erhöhen Wildsauen die Artenvielfalt.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Technischen Universität Berlin berichten in Science über ihre Untersuchungen an „Stadtschweinen“ in Berlin. Die Bundeshauptstadt gilt als Wildschwein-Schwerpunkt. Die Tiere suchen innerstädtische Parks und Gartenanlagen heim und überqueren nicht selten belebte Hauptstraßen. Stadtjäger versuchen, ihre Zahl in Grenzen zu halten, denn für die Anwohner stellen die Wildschweine oft ein Ärgernis dar.

Die Forschenden untersuchten 22 Trockenrasen auf sandigem Boden. Auf die Flora hatte die Grabetätigkeit längerfristig keine negativen Auswirkungen. Gesamtzahl und Artenspektrum änderten sich vorübergehend, blieben aber auf Dauer gleich. Das gilt auch für Planzen der Roten Liste.

Anders sieht es es bei seltenen Tierarten aus. Eine in Berlin als ausgestorben geltende Heuschreckenart, die italienische Schönschrecke, profitiert von den Grabungen der Borstentiere. Gleiches gilt für die ebenfalls gefährdete Zauneidechse.

 

rdb

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