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Wolfshybriden in Bayern bestätigt

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 Landesamt für Umwelt leitet letale Entnahme ein

Die 5 Wolfshunde wurden bereits im August in Thüringen gesichtet. (Symbolbild: Tomas Hejlek – stock.adobe.com)

Im Landkreis Rhön-Grabfeld in Unterfranken wurde bei der Untersuchung dreier gerissener Schafe Gen-Material einer standorttreuen Wolfsfähe und ihrer Jungen nachgewiesen. Wie die bayerische TZ berichtet, handele es sich bei den Jungtieren um Wolfshunde, sogenannte Hybriden, da sich die Wölfin bereits im Februar mit einem Haushund in Thüringen verpaart haben soll. Dies bestätigte das Landesamt für Umwelt (LfU) in Augsburg am Donnerstag. Im August waren die fünf Wolfshunde bereits von einer Fotofalle in Thüringen gesichtet worden, dort war laut LfU schon ein Verfahren zur Entnahme eingeleitet worden.

Nach dem Bundesnaturschutzgesetz führe die Bastardisierung zu genetischen Veränderungen mit negativen Auswirkungen, was die Entnahme von Hybriden begründet. Der Wolf als Tierart könne nur bestehen, wenn ihm sein Anpassungsvermögen und seine Selbstständigkeit nicht abhanden kommen. Die Anlagen eines domestizierten Hundes wirken diesem entgegen. Die Entnahme darf nur durch vom LfU beauftragte Menschen passieren. Auch wenn „Entnahme“ genau genommen Abschuss oder Fang bedeutet, sei beim vorliegenden Fall nur der Tod der Tiere sachgemäß. Das Thüringer Ministerium für Umwelt erklärte bereits das in Freiheit geborene Tiere sich nicht an Unterbringung in Gehegen gewöhnen könnten und unnötig leiden würden.

tjs

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