Abschussstop für Gams in der Kürnach

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In der bayerischen Kürnach dürfen in diesem Jagdjahr keine Gämsen mehr erlegt werden.

Der umstrittene Abschussplan ist vorerst vom Tisch (Foto: Shutterstock)

Das hat das Landratsamt Sonthofen am 11. November dem Verein „Wildes Bayern“ mitgeteilt. Wildes Bayern hatte vor dem Verwaltungsgericht Augsburg einen Eilantrag auf Aussetzen des Abschussplans der Behörde gestellt, weil es die darin vorgesehenen 15 Stück als zu viele ansieht (WuH berichtete).

Nun kam das Landratsamt einer Entscheidung des Gerichts zuvor und setzte den umstrittenen Abschussplan aus. Es hielt fest, dass kein Gamswild in den Revieren der Kürnach erlegt werden darf, bevor nicht das Klageverfahren entschieden ist, das Wildes Bayern in Augsburg ebenfalls gegen den Abschussplan angestrengt hat.

Die Untere Jagdbehörde in Sonthofen hatte den Abschussplanbescheid bereits am 1. April an die Revierinhaber verschickt. Die in Relation zu den Strecken der letzten Jahre hohe Zahl von 15 Stück sollte laut Behörde gewährleisten, dass die Gams auch bei Drückjagden freigegeben werden könnte. Eine erste solche Jagd fand am 6. November mit über 100 Schützen auf rund 1.000 Hektar des Betriebs Sonthofen der Bayerischen Staatsforsten statt. Hier wurden Gämsen nicht freigegeben. Das wird sich nun bei den Jagden an den kommenden Wochenenden wiederholen.

vk

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