Afrikanische Schweinepest: Hoffnung auf Durchbruch

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Eine Forschergruppe um Jose Barasona von der Complutense-Universität Madrid hat einen möglichen Impfstoff gegen die ASP gefunden. Das geht aus einem am 26. April publizierten Paper hervor.

Die Schwarzkittel sind in weiten Teilen Europas durch ASP bedroht.
Foto: Reiner Bernhardt

Die Forschergruppe hatte zunächst zwölf spanische Hausschweine mit einem in Litauen isolierten Virenstamm infiziert. Dieser war einem erlegten Schwarzkittel entnommen worden und versprach Schutz gegen genetisch ähnliche ASP-Virenstämme. 30 Tage später impften die Wissenschaftler die Schweine dann mit einem aktiven ASP-Stamm. Elf der Testschweine überlebten. Bei den überlebenden Exemplaren kam es teilweise zum Krankheitsausbruch, der Verlauf war allerdings nicht lebensbedrohlich. Der Impfstoff kann oral aufgenommen werden und wird durch Kontakt von Schwein zu Schwein, also etwa innerhalb einer Rotte, übertragen. Allerdings ist nicht damit zu rechnen, dass der Wirkstoff in unmittelbarer Zukunft flächendeckend angewendet werden kann. Dr. Sandra Blome vom Friedrich-Löffler-Institut bewertete auf Anfrage von WILD UND HUND den potentiellen Impfstoffkandidaten als interessant. Allerdings sei seine Wirksamkeit und Verträglichkeit noch nicht hinreichend erforscht. Eine kommerzielle Verbreitung sei dadurch erschwert, dass der Wirkstoff bislang nur in Monozyten, einer Unterart der weißen Blutkörperchen, einzeln angezüchtet wurde. rig

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