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WILD UND HUND 1/2014

In ihrer Dezember-Ausgabe 2013 hat die Stiftung Warentest 46 Organisationen aus den Bereichen Tier-, Natur- und Artenschutz sowie Umwelt- und Klimaschutz auf Seriosität untersucht. Nur sechs von ihnen arbeiten transparent und solide.

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Logos: Organisationen
Die Deutschen hatten von Januar bis August 2013 schon 2,6 Milliarden Euro gespendet. Das meiste war für Not leidende Menschen. Immerhin 249 Millionen Euro flossen in die Kassen von Tier- und Umweltschutzorganisationen. Zusammen mit dem Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) hat die Stiftung Warentest für die Dezemberausgabe der Zeitschrift „test“ 46 Organisationen aus den Bereichen Tier-, Natur- und Artenschutz sowie Umwelt- und Klimaschutz untersucht.
Für die Prüfung haben die Tester Satzungen, Geschäfts- und Jahresberichte ausgewertet, Organisationsstrukturen und Internetseiten betrachtet sowie aufwendige Berechnungen angestellt. 19 Hilfswerke haben die Auskunft verweigert. Einige Organisationen reagierten auch auf Nachfrage nicht. Andere sagten die Teilnahme mit kaum nachvollziehbaren Gründen ab. Wie sie mit Spendengeldern umgehen, bleibt unklar.
Nur sechs der 46 Organisationen im Test kamen in die Spitzengruppe: Atmosfair, BUND – Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Deutscher Tierschutzbund, Greenpeace, Provieh und WWF Deutschland. Sie arbeiten nicht nur wirtschaftlich, sondern legen auch Einnahmen und Ausgaben detailliert offen, berichten über die Wirkung ihrer Projekte und sind so organisiert, dass Korruption erschwert und Verschwendung vermieden wird.
Bei sieben Organisationen sollten sich die Spender gut überlegen, Geld zu geben: Sie stellten zum Teil keine ausreichenden Unterlagen über ihre Verwaltungs- und Werbungskosten zur Verfügung oder arbeiten unwirtschaftlich. Wirtschaftlich arbeitet meine Spendenorganisation nach Auffassung der Stiftung Warentest, wenn sie für Verwaltung und Werbung höchstens 35 Prozent der Ausgaben eines Jahres einsetzt. Diese Grenze halten im Test 20 Spendenorganisationen ein. Sie spenden also von jedem eingenommenen Euro mindestens 65 Cent für den Satzungszweck und nur 35 Cent fließen in die Verwaltungsarbeit und Werbung.
Gute Spendenorganisationen zeigen sich auch auskunftsbereit über die Verwendung ihrer Gelder, denn sie verfügen über eine jedermann zugängliche Rechnungslegung. Spender, die sich besonders engagieren wollen, können stimmberechtigtes Mitglied werden. Die seriösen Hilfswerke veröffentlichen die Namen aller Mitglieder ihrer Leitung, und die Mitarbeiter müssen Dienstreisen unter ökologischen und ökonomischen Aspekten planen. Außerdem steht im Jahresbericht ausführlich, was mit dem eingenommenen Geld passiert.
Schlecht ist es, wenn die Spender nicht informiert werden, dass Helfer Provisionen für geworbene Mitglieder bekommen, und wenn den potenziellen Mitgliedern des Hilfswerks ein anfängliches Widerrufsrecht und später eine jederzeitige Kündigung verwehrt wird.
» zu den Untersuchungsergebnissen
» Kommentar von Silke Boehm
» Weitere Informationen: Zeitschrift „test“ 12/2013 und www.test.de/spendenorganisationen

 

 

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