Bayern: Steinadler verendet durch Bleivergiftung

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Bei Unterammergau ist am 8. März ein Steinadler mit Bleivergiftung gefunden worden und wenige Tage später in einer Greifvogelauffangstation verendet. Vermutlich hatte das Adlerweib Luder aufgenommen.

Das Steinadler-Weib verendete an einer Bleivergiftung.
Foto: Feuerwehr Unterammergau/vk

Zwar herrschte in Bayern zu diesem Zeitpunkt für fast alle Arten Schonzeit, aber auf Schutzwaldsanierungsflächen wird wegen einer Schonzeitaufhebungsverordnung dennoch gejagt. Der größte Eigentümer solcher Flächen, das Unternehmen Bayerische Staatsforsten, hat allerdings bereits 2019 eine interne Bestimmung erlassen, dass hier nur noch bleifreie Munition verwendet werden darf. Laut Landesbund für Vogelschutz (LBV) gibt es aktuell einen Brutbestand von 20 geschlechtsreifen Steinadlern im Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Doch ist aus dem vergangenen Jahr die erfolgreiche Aufzucht von nur einem einzigen Jungvogel bekannt, nachdem viele Steinadler gar keine Brut begonnen hatten. Als Hauptgrund sieht der regionale LBV-Vorsitzende Joachim Fünfstück an, dass die Adler wegen zu vieler menschlicher Aktivitäten im Lebensraum nicht mehr an ihre Beutetiere gelangen.

vk

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