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Belagertes Dorf stellt Treiberwehr

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Das kleine Dorf Wieda im niedersächsischen Südharz wird regelrecht vom Schwarzwild belagert. Bürgermeister Klaus-Erwin Gröger hat sich jetzt eine Strategie einfallen lassen, wie er die Sauen loswerden will.

Die Schwarzwildschäden im Harzdorf Wieda nehmen überhand. Die Hausgärten sind großflächig betroffen.
Foto: Klaus-Erwin Gröger/mh
Laut Gröger leben in unmittelbarer Umgebung des Dorfes und im Ort selbst sechs bis sieben Rotten mit jeweils zehn bis 20 Stücken. Diese kommen nicht nur auf Stippvisite, sondern finden es innerhalb des Ortes zunehmend attraktiver: Waldinseln und brachgefallene Gartenflächen bilden in unmittelbarer Häusernähe geeignete Rückzugsmöglichkeiten für die Sauen. Die Folge: umgebrochene Gärten und Grünflächen. Herkömmliche Gartenzäune halten die Sauen nicht ab. „Die Schäden sind immens“, sagte Gröger gegenüber WILD UND HUND.
 

Die Schwarzwildschäden im Harzdorf Wieda nehmen überhand. Die Hausgärten sind großflächig betroffen.
Die Schwarzwildschäden im Harzdorf Wieda nehmen überhand. Die Hausgärten sind großflächig betroffen.Foto: Klaus-Erwin Gröger/mh

Nun will der Bürgermeister eine Drückjagd veranstalten, um der Sauen Herr zu werden. Wieda ist von Wald umgeben. Eine eigene Gemeindejagd hat das Dorf nicht, der Landeswald beginnt unmittelbar am Gartenzaun. Ein Ortstermin mit Mitarbeitern der Unteren Jagdbehörde, dem Kreisjägermeister Claus-Wilhelm Deig und Mitarbeitern des Forstamtes Lauterberg hat ergeben, dass in der Ortslage selbst nicht gejagt werden darf. Gröger will deshalb eine Treiberwehr aus den Bewohnern des Ortes auf die Beine stellen. Getrieben werden soll dann die Ortslage, während das Forstamt rund um Wieda die Stände besetzt. „Nur raustreiben bringt nichts“, sagt Gröger. „Die Vergrämung muss nachhaltig erfolgen.“ mh

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