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Brenneke verlegt den Firmensitz

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Die Brenneke GmbH, traditionsreicher Hersteller von Jagdmunition, wird ihren Firmensitz von Langenhagen nach Burgwedel verlegen.

Firmensitz
So soll der Neubau der Brenneke GmbH aussehen: Vorne befindet sich die Verwaltung, in der Halle dahinter die Produktion. Mit einer maxinalen Höhe von 6,40 Meter und gut 50 Meter von der Grundstücksgrenze entfernt wird der Baukörper nicht über die Bewaldung hinausragen und hinter dieser von außen kaum zu sehen sein.
Sie hat dort, etwa 20 Kilometer nordöstlich von Hannover, das ehemalige Munitionsdepot Oldhorst der Bundeswehr erworben. Auf dem 20 Hektar großen Areal sollen in zwei Bauabschnitten die Verwaltung sowie alle Bereiche der heute teilweise bei ausländischen Zulieferern ausgelagerten Fertigung bis zur Qualitätskontrolle auf eigenen Schießständen zusammengefasst werden. Hinzu kommen Forschungs- und Entwicklungsarbeit sowie Schulungsmöglichkeiten. Das Investitionsvolumen beziffert Dr. Peter Mank, geschäftsführender Gesellschafter und Urenkel von Firmengründer Wilhelm Brenneke, mit knapp fünf Millionen Euro.

Karte
Das ehemalige Munitionsdepot der Bundeswehr liegt gut 800 Meter nordöstlich vom Ortsrand Oldhorst, das zur Gemeinde Burgwedel gehört, entfernt.

Der Baubeginn ist für das Frühjahr 2012 geplant. Der Komplettumzug soll ein knappes Jahr später vollzogen sein. Die geplante Aufstockung der Belegschaft von derzeit 16 auf knapp 30 Mitarbeiter will Mank auch als Expansionssignal verstanden wissen. Gegenwärtig stellt Brenneke jährlich sieben Millionen Geschosse und Patronen für Büchsen und Flinten her. Der größte Teil wird exportiert. „Wir wollen schon in Richtung zehn Millionen. Besonders im amerikanischen und osteuropäischen Markt ist für uns noch Potenzial“, blickt Mank zuversichtlich in die Zukunft.

Dr. Mank
Dr. Peter Mank ist Urenkel des Firmengründers Wilhelm Brenneke und geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens.
Die Entscheidung, alle Fertigungsbereiche im eigenen Haus zu konzentrieren, begründet der geschäftsführende Gesellschafter auch mit den Erfahrungen des Lizenzstreits mit der RUAG Ammotec GmbH (Siehe WuH 14/2009). Die Auseinandersetzung dauert inzwischen vier Jahre, und nachdem das Gericht zu Jahresbeginn ein neues Sachverständigengutachten in Auftrag gegeben hat, dürfte bis zu einem erstinstanzlichen Urteil ein weiteres Jahr vergehen.                
 
chb

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