Jagd ist praktizierter Artenschutz

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Heute ist „Tag des Artenschutzes“. Jäger auf der ganzen Welt setzen sich für den Artenschutz ein.

In Deutschland gibt es diesen Tag bereits seit 1973. Die UN Konvention des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES) hatte damals den 3. März zum „Tag des Internationalen Artenschutzes“ ausgerufen. Die UNO rief im Jahr 2013 den „World Wildlife Day“ ins Leben, der seitdem am 3. März das Bewusstsein der Bevölkerung für die wilde Fauna und Flora stärken soll.

Jäger auf der ganzen Welt setzen sich für den Artenschutz ein

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Namibias Umweltminister Uahekua Herunga überreicht den Markhor-Award (Foto: CIC)
Sechs Gemeinden in Tadschikistan erhielten beispielsweise kürzlich den renommierten CIC-Markhor-Award. Die Preisträger hatten sich erfolgreich für den Schutz von Steinböcken und gefährdeten Markhor-Schraubenziegen eingesetzt. In den vergangenen fünf Jahren haben sich dadurch die Bestände des Buchara-Markhor verdoppelt bis verdreifacht. Zum ersten Mal wurden sechs alte Böcke im Jahr 2013 zum Abschuss freigegeben. Die Gemeinden werden an den Erträgen aus der Trophäenjagd beteiligt.
 
Nachhaltiger Jagdtourismus sollte als einer der erfolgreichsten und wirtschaftlichsten Ansätze zur langfristigen Erhaltung der Wildpopulationen betrachtet werden, in manchen Fällen sogar bei gefährdeten Arten, meint der CIC.
 
Während die Vereinten Nationen entschlossen gegen Wilderei und den Trophäenschmuggel vorgehen, sprechen sie sich ausdrücklich für den legalen Handel mit Wildtierprodukten und legalen Jagdtrophäen aus, sowie für das Recht, Wildtiere nachhaltig zu nutzen.

Jagd ist angewandter Naturschutz

Auch in Deutschland gibt es eine Vielzahl von Beispielen, wie sich Jäger für den Natur- und Artenschutz einsetzen – oft ehrenamtlich und auf eigen Kosten. Ein Beispiel ist das mit dem WWF-Sonderpreis „GreenTec Award 2015“ ausgezeichnete Jäger-Projekts „Wildkatzenland an Werra und Meißner“. 
 
Ein weiters Exempel legen die Jäger im Freistaat vor: Der BJV pflegt über die Wildland Stiftung Bayern rund 20 000 Hektar Fläche im Sinne des Arten- und Biotopschutzes. Auch mit der Akademie für Wild und Natur, die am 10. März an der Landesjagdschule (Katharinenberg 1) in Wunsiedel aus der Taufe gehoben wird, engagiert sich die Jägerschaft intensiv in diesem Bereich.
 
„Artenhilfsprogramme sind unsere Firewall gegen den Artenschwund“, formuliert die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf treffend in einer aktuellen Pressemitteilung. Hoffnung macht das Greening, das 2015 gestartet wird und jeden Landwirt mit mehr als 15 Hektar Ackerfläche verpflichtet, fünf Prozent seiner Fläche für ökologische Maßnahmen zur Verfügung zu stellen. Im Dialog zwischen Landwirt und Jäger kann wertvoller Lebensraum für viele Arten in der Agrarlandschaft entstehen.

Jäger sind die am besten ausgebildeten Partner im Artenschutz – gerade wenn es die Fangjagd betrifft

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(Foto: Peter Schmitt)
Seit dem Jahr 2006 überwachen deutsche Jäger systematisch die Ausbreitung der Neozoen Waschbär, Marderhund und Mink. Die Daten sind alarmierend. „Wenn wir spezialisierten Tieren helfen wollen, gibt es nur zwei Stellschrauben: Lebensraum verbessern und Fressfeinde reduzieren“, so DJV-Vizepräsident Dr. Volker Böhning. Eine Einschränkung der Fangjagd, wie in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen geplant, ist kontraproduktiv. Es ist Etikettenschwindel, wenn Naturschutzverbände unter dem Deckmantel „Prädatorenmanagement“ Fallen einsetzen und gleichzeitig Fallenjagd verboten sehen wollen. Für ein ideologiefreies Jagdgesetz gehen die Jäger zurzeit auf die Straße, z.B. am 4. März in Stuttgart oder am 18. März in Düsseldorf!
 
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