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Jagdhunde auf Katze gehetzt: Jäger vor Gericht

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Das Amtsgericht Simmern eröffnete am 1. Dezember das Hauptverfahren gegen den Jagdscheininhaber und Hundeführer Patrik N., der im Jahr 2018 seine Hunde auf eine zahme Katze gehetzt haben soll. Die Tat soll er zudem mit seinem Handy gefilmt und dann via WhatsApp verteilt haben.

Der Jäger soll 2018 seine Jagdhunde auf eine zahme Katze gehetzt haben.
Foto: Pixabay

Staatsanwältin Heike Finke machte in ihrer Anklage deutlich, dass das vorliegende Video die Rohheit der Tat und die Freude des Angeklagten an den Qualen der Katze deutlich zeige. Daher plädiere sie auf eine Freiheitsstrafe, sollte Patrik N. nicht geständig sein, heißt es in einer Pressemitteilung des Landesjagdverbandes Rehinland-Pfalz. Bei einem Geständnis wolle sie auf eine Geldstrafe plädieren. Doch eines sei klar, die Staatsanwältin fordere in jedem Fall ein Tierhalteverbot.

Der Angeklagte Patrik N. machte am ersten Verhandlungstag keine Angaben zu der ihm vorgeworfenen Tat und legte kein Geständnis ab. Damit wird die Hauptverhandlung an einem neuen Termin fortgeführt, an dem nun verschiedene Sachverständige zu Wort kommen sollen.

Der Landesjagdverband Rheinland-Pfalz und der Deutsche Jagdverband hatten Anzeige gegen den Jäger wegen des massiven Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz erstattet. Beide Verbände verurteilten die Tat aufs Schärfste.

PM des Landesjagdverbands Rheinland-Pfalz/aml

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