Landkreis Kassel versteigert Drahthaare

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Nachdem der Landkreis Kassel (Hessen) sechs Hunde aus problematischer Haltung beschlagnahmt hatte, werden zwei Deutsch-Drahthaare, eine Hündin und ein Rüde, versteigert.

Deutsch-Drahthaar-Hündin Foto: Landkreis Kassel
Deutsch-Drahthaar-Rüde Foto: Landkreis Kassel

Die Hunde wurden laut einer Pressemitteilung vom Fachbereich Veterinärwesen und Verbraucherschutz während einer unangemeldeten Überprüfung beschlagnahmt. Der Halter war dem Veterinäramt schon länger bekannt. Es hätte immer wieder tierschutzrechtliche Verstöße gegeben, so der Kreispressesprecher Harald Kühlborn. Warum genau die Jagdhunde beschlagnahmt wurden, haben der Verein Deutsch-Drahthaar – Gruppe Hessen, sowie das Veterinäramt nicht mitgeteilt.

Wie der Fachbereich Veterinärwesen und Verbraucherschutz auf Nachfrage von WILD UND HUND erklärt, seien die Hunde auf Basis des Hessischen Gesetzes über die öffentliche Sicherheit und Ordnung (HSOG) sichergestellt worden. Das Grundgesetz spricht zwar bei Tieren von Lebewesen, jedoch seien im Fall des HSOG Tiere rechtlich als Sache zu werten. So erfolge eine öffentliche Versteigerung.
Wie der Fachbereich Veterinärwesen und Verbraucherschutz weiter erklärt, handele es sich um eine stille Versteigerung. Damit würde ein Preishochtreiben vermieden. Die Bieter würden vorher amtlich überprüft. Sollten hierbei Mängel festgestellt werden, die eine artgerechte und tierschutzkonforme Haltung in Frage stellten, oder eine Rückführung zum ehemaligen Halter vermuten ließen, würde der Bieter beim Vergabeverfahren nicht berücksichtigt, teilt die Behörde mit.

Die Hunde werden nur an Jäger vermittelt. Beide Drahthaare wurden jagdlich geführt und haben VJP, HZP und VGP abgelegt. Beide sind aus einem Wurf im April 2016. Die Bieter müssen ihr Gebot bis zum 15. Dezember abgeben. ln

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