Mexiko: Eiszeitliche Mammutfallen gefunden

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Unsere Vorfahren beherrschten schon viel früher als bisher angenommen ausgeklügelte Jagdtechniken- und Strategien, um Mammuts zu Leibe zu rücken. 

Die Jäger der Eiszeit stellten Mammuts vor fast 15 000 Jahren mit ausgeklügelten Methoden nach.
Foto: Pixabay

Das legt laut Berichten des BBC sowie des Online-Wissenschaftsmagazins scinexx.de eine archäologische Ausgrabung bei Tultepec nördlich von Mexico City nahe. In zwei Gruben mit jeweils 25 Meter Durchmesser und etwa 1,7 Meter Tiefe fanden Forscher um Pedro Sánchez Nava vom Nationalen Institut für Anthropologie und Geschichte (INAH) 800 Knochen von insgesamt 14 der eiszeitlichen Dickhäuter. Das Alter der Gruben konnte mithilfe der Aschesedimente des nahegelegenen Vulkans Popocatepetl auf 14 700 Jahre datiert werden. Diego Prieto Hernández, der Direktor des INAH, bezeichnete den Fund als eine Zäsur in der Forschung. Bisher sei man davon ausgegangen, dass unsere Vorfahren Mammuts nur dann erlegten, wenn sie etwa in Sümpfen feststeckten oder anderweitig geschwächt und immobilisiert seien. Die Gruben suggerierten dagegen eine planmäßige Jagdstrategie, die nur in größeren Gruppen von mindestens 20 bis 30 Personen durchführbar seien, und deshalb einen höheren Grad an sozialer Organisation voraussetzten. Wollmammuts sind etwa 8 000 v. Chr. ausgestorben. rig

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