Polen: Genetische Untersuchung bestätigt Wolfsangriff

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Es ist nun Gewissheit, dass am 3. Juli ein Wolf zwei Kinder in Ostpolen gebissen hat. Dies ergab eine genetische Untersuchung des Instituts für Genetik und Biotechnologie der Fakultät für Biologie der Universität Warschau. Die Annahme, dass der Grauhund Tollwut gehabt haben könnte oder es sich um einen Wolfshybriden handele, habe sich durch die umfangreichen Analysen nicht bestätigt. Das Institut gab auf seiner Facebook-Seite an, dass der Wolf aus einer lokalen Population der östlichen Karpaten stammt. Aufgrund des ungewöhnlichen Verhaltens des Prädators werde derzeit noch geprüft, ob dieser zuvor eventuell in Gefangenschaft gelebt habe.

Wolf
Ein Wolf hat in Polen zwei Kinder angegriffen.
Foto: Willi Rolfes

Laut Pressemitteilung des Deutschen Jagdverbandes ereignete sich der Vorfall im Dorf Przynslup an den Grenzen zu Slowakei und Ukraine. Anschließend wurde der Grauhund nach Verordnung durch eine regionale Umweltbehörde von einem Jäger erschossen. Der Wolf hatte zuerst ein achtjähriges Mädchen und dann im Anschluss einen zehnjährigen Jungen gebissen – die Verletzungen waren nicht lebensgefährlich. Vermutet wird, dass derselbe Wolf wenige Wochen zuvor schon eine Frau auf einem Campingplatz gebissen hat. aml

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