Schleswig-Holstein: Heins gewinnt Kampfabstimmung

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Der 2016 abgewählte Präsident des Landesjagdverbandes, Klaus-Hinnerk Baasch, wollte es noch einmal wissen und nutzte die diesjährigen Präsidiumswahlen am 28. April in Neumünster, um gegen seinen Nachfolger und amtierenden Präsidenten Wolfgang Heins anzutreten. Zuvor hatte Heins die vergangenen zwei Jahre nach der „Revolution von unten“ mit neuem Vorstand mit den Worten zusammengefasst: „Wir haben geliefert!“ Der Auffassung schlossen sich 164 der 194 Delegierten an, indem sie Heins in geheimer Wahl ihre Stimme gaben.

Ehlers Heins
Schleswig-Holsteins LJV-Präsident Wolfgang Heins (r.) und Vizepräsident Andreas Peter Ehlers setzten sich bei den Wahlen in der Kampfabstimmung durch.
Foto: Markus Hölzel

Nicht so glatt lief es für Heins‘ Vize Andreas Peter Ehlers: Gegen ihn trat Thomas Carstensen an, Kreisjägermeister im Landkreis Nordfriesland und ehemaliges Präsidiumsmitglied unter Baasch. Er kritisierte den Ausgang der Klagen zur Jagd- und Schonzeitenverordnung, die mangelnde Vertretung der nördlichen Landesteile und vor allem die Zahlung einer – aus seiner Sicht unnötigen – Ablösung an den ehemaligen Geschäftsführer Andreas Schober. Am Ende erhielt er in ebenfalls geheimer Wahl 91 der 194 Stimmen, der amtierende Vize Ehlers 101 Stimmen.

Präsident Heins verteidigte die Zahlung an Schober mit dem Hinweis darauf, dass ein Streit den Verband teurer gekommen wäre. Und auch bei den Jagd- und Schonzeiten – der LJV hat alle Prozesse dazu verloren – sei ein Konflikt mit dem noch amtierenden Minister Robert Habeck (Grüne) derzeit kontraproduktiv. „Hier setzen wir auf neue Personen“, sagte Heins im Hinblick auf Habecks Weggang zum 31. August nach Berlin. mh

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