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Schleswig-Holstein: Keine substanziellen Änderungen am Jagdgesetz

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Harmonie stand im Vordergrund des Auftrittes von Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) auf dem Landesjägertag am 28. April in Neumünster. „Alle, die Natur nutzen, haben einen Anspruch darauf, dass die Politik nicht über ihre Köpfe hinweg entscheidet“, sagte er. Dass Jagd etwas sei, was Zukunft habe, erkenne man an der wachsenden Zahl von Jagdscheininhabern, folgerte Günther und verwies auch auf die 100 000 Euro, die das Land zum Ausbau der Schießstände bereitgestellt habe.

Daniel Günther
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) versprach den Jägern, dass es keine Änderungen am Jagdrecht geben werde, was aber auch heißt, dass die von der Vorgängerregierung beschlossenen Einschränkungen erhalten bleiben.
Foto: Markus Hölzel

Seine Versprechung, in der laufenden Legislaturperiode keine substanziellen Beschränkungen am Jagdrecht vorzunehmen, sollte für Aufatmen sorgen. Dies bedeutet aber auch, dass die von Günthers Landwirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) noch in der alten Regierung vorgenommenen Einschränkungen in der Jagd- und Schonzeitenverordnung nicht zurückgenommen werden. Man habe in der Jamaika-Koalition Kompromisse mit den Grünen eingehen müssen und wolle sich nun nicht an alten Sachen abarbeiten, so Günther.

Wolfgang Heins, Präsident des Landesjagdverbandes, lobte ebenfalls den verbesserten Dialog seit Antritt der Jamaika-Koalition. Heins erinnerte aber auch an andere Zeiten, in denen man sich nicht weggeduckt habe, trotz heftiger Angriffe auf Jagd und Jäger. Er forderte mehr Verantwortung und Unterstützung. So sollen Jäger mitbestimmen können, wozu die von ihnen erbrachte Jagdabgabe verwendet wird. Außerdem forderte Heins, die Jagdsteuer sowie Gebühren für die Trichinenschau und die Waffenaufbewahrungskontrolle abzuschaffen. mh

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