Stickstoffeintrag: Düngen führt zu Schmetterlingssterben

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Der durch Düngen verursachte erhöhte Stickstoffgehalt in Pflanzen ist maßgeblich für die vermehrte Sterberate bei Schmetterlingen, insbesondere der Raupen, verantwortlich. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Universität Osnabrück.

Der Braune Feuerfalter (Lycaena tityrus) ist eine der Schmetterlingsarten, bei der eine Stickstoffdüngung der Wirtspflanzen zu erhöhter Sterblichkeit bei den Raupen führt.
Foto: Universität Osnabrück/Thomas Fartmann

Hierzu wurden die Überlebensraten der Raupen von sechs weit verbreiteten Tag- und Nachtfaltern unter verschiedenen Düngeszenarien dokumentiert. „Die Düngung hat zu einer Zunahme des Stickstoffgehalts in den Wirtspflanzen und gleichzeitig zu einer deutlich erhöhten Mortalitätsrate der Schmetterlingsraupen aller Modellarten geführt“, erklärt Thomas Fartmann, der an der Universität Osnabrück die Abteilung für Biodiversität und Landschaftsökologie leitet.

Die landwirtschaftliche Intensivierung gilt als die Hauptursache für das Verschwinden vieler Schmetterlingsarten in West- und Mitteleuropa. Jedoch wurde der Artenrückgang meistens mit dem zunehmend schwindenden Lebensraum in Verbindung gebracht und nicht mit den Veränderungen der Wirtspflanzenqualität. aml

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