Trichinen gefunden

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Im Landkreis Gießen (Mittelhessen) sind bei einer Sau Trichinen festgestellt worden. Der Parasit wurde in der Trichinenprobe eines 43 Kilo schweren Stückes Schwarzwild aufgespürt, das schon am 22. April 2017 im Jagdbezirk Grünberg-Harbach erlegt wurde.

Im Landkreis Gießen sind bei einem Überläufer Trichinen entdeckt worden (Symbolfoto). Foto: Michael Breuer

Darauf weist das Hessische Landeslabor mit Sitz in Gießen auf seiner Homepage hin. In dieser Region liegen laut Landeslabor die letzten Trichinenfunde mehr als drei Jahrzehnte zurück.

Das Veterinäramt des Landkreises Gießen war bei der routinemäßigen Trichinenschau der Überläufer-Probe auf die Fadenwürmer gestoßen, die auch für den Menschen gefährlich sind. Das Hessische Landeslabor und das Nationale Referenzlabor für Trichinellen am Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) bestätigten den Befund.

Seit 2010 dürfen Schwarzwild und andere trichinenschaupflichtige Wildarten erst zerwirkt werden, nachdem die amtliche Untersuchung ergeben hat, dass die Stücke trichinenfrei sind. Befallene Stücke sind auf Anordnung der Veterinärbehörde ordnungsgemäß zu entsorgen.

In Deutschland treten Trichinellen laut Hessischem Landeslabor nur noch äußerst selten auf. Die Nachweisrate bei Schwarzkitteln betrage nur noch 0,01 %. Bei Füchsen wird diese mit 0,1 % und bei Marderhunden mit 1% angegeben. roe

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