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WILD UND HUND: Jagdpraxis Allgemein

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Immer am Drücker

Keine Frage: Je nach Witterung, Jagdart und Wind bevorzuge ich immer wieder andere Ansitzmöglichkeiten. Das kompakte Drückjagd-Dreieck von Vaugus hat es mir aber irgendwie angetan. Den gelieferten Bausatz haben wir mit zwei Personen innerhalb einer halben Stunde zusammengezimmert. Hätte ich das Holz schlagen müssen, wären zwei Tage ins Land gegangen. Außerdem ist eine Kesseldruckimprägnierung von zugeschnittenen Hölzern privat kaum machbar. Für 79 Euro Effizienz pur!

Die Qualität der Grundsubstanz ist aber nicht das Einzige: Durch die Dreieckform steht der Sitz auf ebener Fläche recht fest – sonst genügt ein kleiner Erdanker. Mit einem Tarnnetz sitze ich gut gedeckt. Ein ordentliches Sitzbrett, eine Rückenlehne und genügend Beinfreiheit bieten ausreichend Komfort. Dabei ist der aufgelegte Schuss ebenso möglich wie ein sicheres Mitschwingen. Die Höhe der Standfläche von 1,25 Metern reicht normalerweise aus, um einen Kugelfang zu haben.

Das Drückjagd-Dreieck ist flexibel einsetzbar, aber nicht so leicht, dass Langfinger es ohne Weiteres mitnehmen könnten. Ein Schlepper oder großer Pkw-Anhänger sind für den Transport schon nötig. Egal, ob der Sitz für die herbstlichen Drückjagden in den Hochwald gestellt wird oder im Frühjahr und Sommer für die Schadensabwehr an die Frucht kommt, gebrauchen kann man ihn das ganze Jahr. Zumindest derjenige, der wie ich es liebt, den Mond und die Sterne über und Sau, Fuchs und Dachs vor sich zu haben.

Markus Wörmann

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