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Chokes

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Mündungsverengungen
Veränderungen des Streukreisdurchmessers von Schrotgarben

 

Die Verengung des Lauf-Innendurchmessers an der Mündung (Choke oder Würgebohrung) soll die Schrotgarbe länger zusammenhalten und ihre radiale Ausweitung verzögern, um auf eine weitere Schussdistanz eine jagdlich oder schießsportlich vertretbare Trefffläche zu erhalten (siehe Bild d). Üblicherweise werden die Läufe mit eingearbeiteten Würgebohrungen werksseitig geliefert. Aber auch einsetzbare Wechsel-, Multi-oder Variochokes geben dem Schützen die Möglichkeit, bei speziellen Jagdanforderungen entsprechende Chokes einzusetzen.Wechselchokes z. B. werden in „Extra“-Vollchoke, 1/1-, 3/4-,1/2-, 1/4-Choke, Zylinder- oder Skeet-choke, für Weicheisenschrote nur „Extra“-Voll-, 1/1- und 1/2-Choke angeboten. Will der Jäger zum Beispiel auf größere Weiten auf starkes Flugwild schießen, wie es an der Küste auf hohe Gänse erforderlich wäre, würde ihm eine enggechokte Flinte bessere Dienste erweisen. Stehen ihm dann Wechselchokes zur Verfügung, müsste er sich für 3/4und 1/1 oder sogar für 1/1- und 1/1-Choke entscheiden. Beim Frettieren am Bau hingegen bräuchte er nur Zylinder- und 1/4-Choke.Grundsätzlich aber ist der Jäger mit einer 1/4- und 3/4-gechokten Doppel- oder Bockflinte für die Niederwildjagd gut ausgerüstet. Dennoch schießen viele Jäger mit zu engen Laufmündungen, vielleicht ohne es zu wissen. Das Wild wird dann häufig stark zerschossen und hat eine beträchtlich höhere Anzahl an Schroten im Körper, als für einen schnellen Tod erforderlich gewesen wären. Zudem sollten diese Jäger bedenken, dass sie mit einer zu kleinen Trefffläche schießen und somit geringere Trefferchancen haben, als Jäger, die mit „offenen“ Flintenläufe, wie zum Beispiel Zylinder und 1/4, 1/4 und 1/2 oder eben mit der empfohlenen Kombination 1/4- und 3/4-Choke schießen.

Von Heinz Oppermann

Die Mündungsverengung (Choke) eines Laufes ist für den Jäger genauso von Bedeutung, wie für den Sportschützen. Der Jäger, wenn er denn kein notorischer Weitschießer ist, wird mit 1/4- und 3/4-gechokten Läufen den jagdlichen Anforderungen heimischer Niederwildreviere durchaus gerecht. Auf hohe Ziele der Küstenregionen müsste er allerdings entsprechend enger gechokte Läufe verwenden. Doch eines sollte bei der Beurteilung der Choke immer bedacht werden: Je größer die Trefffläche der Schrotgarbe ist, desto größer ist auch die Wahrscheinlichkeit, das Wild zu treffen.

Welchen Einfluss diverse Chokes auf die Schussentfernung haben, zeigt die schematische (nicht realistische!) Darstellung: Mit der Verengung der Mündung wird die Schrotgarbe länger zusamengehalten, was jedoch nicht dazu führen darf, dass zu weit auf Wild geschossen wird.

 

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