Wolfsjagd: Warum kann Schweden, was Deutschland nicht kann?

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Schweden will seinen Wolfsbestand halbieren.

Warum traut sich das EU-Mitglied Schweden ein aktives Wolfsmanagement zu, während die Regierung bei uns behauptet, das verstoße gegen die EU-Regelungen? (Foto: AB Photography/AdobeStock)

Das dünn besiedelte Land hat etwa 400 Wölfe. Das ist dem EU-Mitgliedsstaat zuviel. Die Regierung will jetzt die Zahl auf 170 bis 270 Tiere verringern, wobei die untere Bestandszahl favorisiert wird. Das berichtet das Bayerische Landwirtschaftliche Wochenblatt.

Nach Einschätzung des schwedischen Bauernverbands hat die Zahl der Wolfsrisse seit 2018 so stark zugenommen, dass viele Schafhalter resigniert haben und aus der Weidehaltung ausgestiegen sind. Sein Vorsitzender Palle Borgström wies darauf hin, der aktuelle Wolfsbestand liege längst deutlich über der für den Populationserhalt notwendigen Anzahl. Die Situation sei aus Sicht der Landwirte einfach nicht mehr tragbar. Insofern sei es zu begrüßen, dass das Landwirtschaftsministerium hier endlich Initiative zeige.

Deutschland hat mehr als fünfmal so viele Wölfe – und das bei achtmal so vielen Einwohnern und einer 20 % geringeren Landesfläche.

Warum traut sich das EU-Mitglied Schweden ein aktives Wolfsmanagement zu, während die Regierung bei uns behauptet, das verstoße gegen die EU-Regelungen? Das fragt sich nicht nur das Bayerische Landwirtschaftliche Wochenblatt.

rdb

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