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Hirschjagd

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Weltrekord aus Bulgarien ist ungültig

Quelle: Archiv
Gut acht Monate nach seiner Erlegung und sechs Monate nach seiner Auspunktung durch eine CIC-Bewertungskommission hat der Internationale Jagdrat CIC den „Weltrekord“ aus Bulgarien auf seiner Jahrestagung in Limassol (Zypern) annulliert. Seit der Erlegung des Hirsches im Oktober 2005 kursierten Gerüchte darüber, dass dieser Hirsch nicht auf natürlich Weise gewachsen sei und bei der Entstehung des monströsen Geweihes mit knapp 16 Kilogramm und 278,03 CIC-Punkten nachgeholfen wurde. WILD UND HUND war die einzige deutsche Zeitschrift, die in Ausgabe 2/2006 nicht nur über den Hirsch, sondern auch über die Zweifel an dessen natürlichem Wachstum berichtete und mit dem Editorial nicht zuletzt in der bulgarischen Tagespresse für Aufsehen sorgte. Eine Kette von Indizien hat den CIC jetzt veranlasst nicht nur den Weltrekord für ungültig zu erklären, sondern auch eine Deklaration zu verfassen, wonach jegliche Manipulation an Wildtieren, um Trophäen zu produzieren, verurteilt wird sowie alle Jagdverbände und Jäger der Welt aufgefordert werden, sich solchen unethischen und manipulativen Methoden entgegenzustellen.
 
Über ein halbes Jahr hat sich WILD UND HUND an die Fersen von Hirschzüchtern, dubiosen Jagdvermittlern und Veranstaltern rund um die Hirschjagd in Bulgarien gehängt. In Ausgabe 12 berichtet das Jagdmagazin, das immer wieder diese Missstände auch schon in der Vergangenheit anprangerte, über Hintergründe und Hintermänner. Außerdem interviewt WILD UND HUND den damals glücklichen Erleger, Baron von Gemmingen, der sich heute als Betrogener sieht.
hho

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