Artenschutz: Dicke Luft beim Windenergiegipfel

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Der Bundesverband für Windenergie (BWE) will die Genehmigungsverfahren für Windkraftanlagen erleichtern lassen. Das kritisierte Prof. Fritz Vahrenholt, der Alleinvorstand der Deutschen Wildtierstiftung (DWS), anläßlich des „Windenergiegipfels“ in Berlin am 5. September.

Rotmilane sind durch Windkraftanlagen besonders bedroht.
Foto: Christian Gelpke

In einem Brief an Wirtschafts- und Energieminister Peter Altmaier (CDU) monierte Vahrenholt den Versuch der BWE, „auch die letzten Refugien der Wildtiere“ für die Windenergie zu erschließen. Besonders Windenergieanlagen in Wäldern beeinträchtigten das gesamte Ökösystem. „Bei der Abwägung zwischen Windenergie und Artenschutz muss es heißen: Im Zweifel für die Natur. Deshalb hat Windenergie in Wäldern auch nichts zu suchen“, schrieb Vahrenholt. Wer die bestehenden Abstandsregeln zu den Brutplätzen der Greifvögel aufweiche, riskiere, dass Rotmilan und Mäusebussard ausgerottet werden. Schon jetzt würden jährlich circa 12 000 Greife durch Windkraftanlagen getötet. rig

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