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NABU lässt erneut Heckrinder verhungern

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Der NABU hat erneut Heckrinder verhungern lassen. Zwei Tiere verendeten im Naturschutzgebiet Schanderied in Stockach-Wahlwies (Kreis Konstanz).

Ein weiteres brach bereits im Winter ins Eis ein und konnte sich nicht mehr selbst befreien. Vor etwa einem Jahr ertrank zudem ein Stier. Bei den beiden verendeten Rindern wurde vom Veterinäramt Mangelernährung festgestellt. Nach den Vorfällen ließ die Behörde die restliche Herde auf dem „Erlenhof“ unterbringen. Der Hof war bereits mit der Aufsicht der Rinder im Schanderied beauftragt worden.
 
Schon im vergangenen Jahr verursachte der NABU  mit seiner „Hungerpolitik“ (Südkurier) einen Skandal (WILD UND HUND-ONLINE berichtete). Rund zwanzig Heckrinder und Konik-Pferde aus Beweidungsprojekten des NABUs verendeten in den Kreisen Aurich und Leer (Niedersachsen). Dort waren die Tiere ebenfalls verhungert und zudem mit minderwertigem Futter versorgt worden. Die Rinder konnten sich vor Schwäche nicht mehr selbst aus der Schlammwüste befreien.

Projekt war umstritten

Bei dem 54 Hektar großen Naturschutzgebiet Schanderied handelt es sich um ein Niedermoor, das zum FFH-Gebiet „Westlicher Hegau“ gehört. Gefördert wurde die Beweidungsform mit 9.000 Euro aus dem PLENUM („Projekt des Landes zur Erhaltung und Entwicklung von Natur und Umwelt“), einem Regionalförderprogramm Baden-Württembergs. Die Heckrinder sollten 14 Hektar beweiden. Bereits bekannt wurde, dass der NABU die Rinder auch auf andere, nicht vorgesehene Flächen entließ.
 
Auf Ebene der Behörden war das Projekt auf den Flächen des Schanderieds von vornherein umstritten.  
 
-bd-

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