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Öko-Jäger an der Saar endgültig entzweit

1977

Nachdem der Bundesverband des Ökologischen Jagdverbandes (ÖJV) den ÖJV-Saar als Landesverband suspendiert hatte (» Meldung: ÖJV im Saarland zerbricht) hat sich am 4. Juni 2011 der Verein „Ökologisch Jagen im Saarland“ (ÖJiS) gegründet.
 
Die ÖJiS spalteten sich ab, weil der bestehende ÖJV-Saar in einer gemeinsamen Erklärung mit der Vereinigung der Jäger des Saarlandes (VJS) Positionen gegen die geplante Jagdgesetznovelle vertreten hat, die den Fundamentalisten unter den „Öko-Jägern“ nicht schmecken.
Die Positionen seien mit den Grundsätzen einer sogenannten ökologischen Jagd nicht vertretbar und verstießen gegen Satzungsinhalte des ÖJV-Saar und des Bundes-ÖJV, heißt es in einer » Pressemitteilung der ÖJiS vom 5. Juli 2011.
Der ÖJV-Saar hatte sich in seiner gemeinsamen Erklärung mit der VJS unter anderem gegen die im Jagdgesetzentwurf beabsichtigte Abschaffung des Hegegedankens, gegen die Wiedereinführung von Rotwildbewirtschaftungsbezirken sowie gegen die Abschaffung der Fallenjagd ausgesprochen (» siehe Dossiers: Jagdgesetznovelle Saarland).
 
Ausschluss des ÖJV-Saar beschlossen
 
Der ÖJV Bundesverband hat bereits zugesichert, den Verein „Ökologisch Jagen im Saarland“ als saarländischen Landesverband aufzunehmen. Dagegen hat der ÖJV-Bundesvorstand einstimmig beschlossen, auf der nächsten Delegiertenversammlung zu beantragen, den ÖJV-Saar auszuschließen.
 
Bereits zehn Mitglieder des ÖJV-Saar sind im Zusammenhang mit der Neugründung der ÖJiS aus dem ÖJV-Saar ausgetreten. Darunter der Gründungsvorsitzende und heutige Staatssekretär Klaus Borger selbst. Nach Medienberichten wird vermutet, dass er sich den ÖJiS anschließen will. Den ÖJiS-Vorstand bilden Manfred Hoffmann und Bea Stalter, neben dem Stellvertreter Dieter Bonaventura.
 
ÖJV-Saar Vorsitzender Christian Schneider kritisiert in einer » Pressemitteilung vom 10. Juli 2011, dass sich der Großteil des ÖJiS-Vorstandes aus Personen zusammensetze, die in direkter oder indirekter personell und beruflichen Abhängigkeit zu Borger stehen. Seiner Meinung nach hat der neue „Borger-Claqueur-Verein“ seine „Schuldigkeit getan, sobald ein alsbaldiger Personalwechsel in der Position des zuständigen Staatssekretärs erfolgt sei und Klaus Borger danach mit seiner Pension das Land verlassen werde“, so Schneider in der von ihm unterzeichneten Pressemitteilung.
tw/as

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