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Schweinezüchter wollen Grenze dicht machen

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12.03.2014

Ende Januar wurde im Landkreis Ostholstein bei einem Wildschwein die Aujeszky’schen Krankheit nachgewiesen.

Es soll sich dabei um den ersten Fall der auch als Pseudowut bekannten Krankheit im Land seit Beginn des Monitorings vor 15 Jahren handeln. Während es der südliche Nachbar des nördlichsten Bundeslandes, nämlich Niedersachsen, bei einer Warnmeldung an Landwirte und Jäger beließ, denkt man im nördlich angrenzenden Dänemark jetzt über weitaus drastischere Maßnahmen nach: Der Verband der dänischen Schweinezüchter möchte die Grenze zwischen Deutschland und Dänemark am liebsten wilddicht machen.
Verbandspräsident Hans Aarestrup denkt laut darüber nach, mit Schutzzäunen das Überwechseln von Schwarzwild über die deutsch-dänische Grenze zu verhindern. Die Kosten dafür wären nach Berechnungen des Schweinezüchterpräsidenten beherrschbar. Allerdings rechnet er auch schon mit dem Widerstand von Umweltschützern.
Der Befund in Ostholstein fiel im Zuge eines routinemäßigen Monitorings an. Das zweijährige Stück Schwarzwild wurde regulär auf der Jagd erlegt und wies keinerlei klinische Symptome der Aujeszky’schen Krankheit auf. „Es handelt sich um einen Zufallstreffer“, sagte ein Sprecher des zuständigen Kreisveterinäramtes gegenüber WILD UND HUND. Seitdem sei kein positiver Befund mehr angefallen. Das einzelne Ergebnis mahne zur erhöhten Aufmerksamkeit, solle aber auch nicht überbewertet werden.
mh

 

 

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