Glyphosat raus aus dem Bier

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Vor einigen Wochen wurden auf Bestreben des Umweltinstituts München 14 Biere auf Rückstände des Unkrautvernichters untersucht. Die Wissenschaftler sind bei allen fündig geworden.

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Der österreichische Brauereiverband spricht sich für ein europaweites Glyphosat-Verbot aus. Der Deutsche Brauer-Bund hingegen schloss sich der Argumentation des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) an, das die wahrscheinlich krebserregende Wirkung von Glyphosat komplett ignoriert. Mit Kopfschütteln reagierte der österreichische Verbandschef Siegfried Menz auf das Argument des BfR, man müsse jeden Tag tausend Liter Bier trinken, damit die Pestizidmengen bedenklich wären. Sein Standpunkt: In Bier und anderen Lebensmitteln habe Glyphosat nichts verloren.
 
In einem Ausschuss der EU-Staaten sollte die Zulassung für Glyphosat für weitere 15 Jahre beschlossen werden. Die Behörden hatten sich bei der Bewertung des Wirkstoffes einseitig auf die Studien der Industrie verlassen, die dem Gift völlige Unbedenklichkeit attestiert. Weil Mitgliedsstaaten sich weigerten, für die Neuzulassung zu stimmen, wurde die Entscheidung auf unbestimmte Zeit verschoben.
 
red.
Mehr Informationen zu Glyphosat finden Sie unter: www.wildundhund.de/glyphosat

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