FLIR Scout PS32 Wärmebildkamera

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Im Test der WILD UND HUND wurde eine FLIR Scout PS32 Wärmebildkamera, mit der Wildbeobachtung in völliger Dunkelheit möglich sein soll, geprüft. Das Model ist eine preiswerte Variante im Programm der Firma und dient lediglich zur Beobachtung: Bilder oder Videos können damit nicht gemacht werden.

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FLIR Scout PS32 Wärmebildkamera (Fotos: Hersteller)
Der durch die kompakte Größe und das sehr leichte Gewicht sehr handlichen Begleiter überzeugte vor allem durch die sehr übersichtlichen und auch bei absoluter Dunkelheit leicht zu bedienenden Funktionen.
Vier Knöpfe sitzen auf der Geräteoberseite: der An- und Ausschalter, der Regler der Helligkeit und Intensität sowie ein Zweifach-Zoom. Eine Besonderheit bei dieser Kamera ist die „InstAlert”-Funktion. Hier werden die strahlungswärmsten Objekte im Kamerabild rot dargestellt. Damit hebt sich im Wärmebild der Wildkörper besonders stark von der Umgebung ab. Mit dem vierten Schalter kann man die Intensitätsstufe einstellen: in der ersten Stufe zeigt sich Wärme in einem Grauton, in der zweiten in Rot.
Die Augenmuschel rund um das Okular verhindert, dass Licht dem Sucher entweicht und Tiere oder andere Ziele alarmiert.


Reh-InstAlert-Funktion
Getestet wurde die Kamera bei Neumond auf freiem Feld. Wild (Rehwild) ließ sich auf Entfernungen bis zirka 300 Meter deutlich ausmachen, sogar Mäuse konnte man auf kurze Entfernungen erkennen. Zum Ausmachen von Wild empfehlen sich die Rottöne, zum Ansprechen die graue Intensitätsstufe.
Regen oder Nebel stören das Bild nicht. Selbst Wild, das noch nicht ganz aus der Dickungen heraus getreten ist, wird durch das Wärmebild der Kamera gut erkennenbar.
Die Kamera hat einen integrierten Akku, welcher über ein USB Kabel wahlweise am PC oder der Steckdose aufgeladen werden kann. In der Praxis war die Akkuleistung für einen Nachtansitz bei sehr häufigem Abglasen immer ausreichend.
Fazit: Ein kleiner nützlicher Begleiter, der eine günstige Alternative zu Nachtsichtgeräten ist und bei der Wildbeobachtung einige Vorteile bietet.

 


Hirsch-Infrarot
Technische Daten
Auflösung: 320 x 240 Pixel
Linsendurchmesser: 19 mm
Sehfeld: 24° (H) x 18° (V)
Integrierter Akku
Maße: 172 x 59 x 62 mm (LxBxH)
Gewicht: 340 g
Im Lieferumfang enthalten: Handschlaufe, USB Kabel, Produkt CD, Aufbewährungstasch
Funktionsweise einer Wärmebildkamera
Eine Wärmebildkamera nimmt die Strahlungsstärke im Infrarotbereich des elektromagnetischen Spektrums auf und wandelt sie in ein sichtbares Bild um.
Die von einem Gegenstand ausgesendete Infrarotenergie wird von den Optiken auf einen Infrarotdetektor fokussiert. Der Detektor sendet die Informationen zu einer Sensorelektronik, welche die Bildverarbeitung vornimmt. Diese Elektronik übersetzt die vom Detektor kommenden Daten in ein Bild, das im Sucher oder auf einem standardmäßigen Videomonitor bzw. einem LCD-Bildschirm betrachtet werden kann.
Die Infrarot-Thermografie ist die Umwandlung eines Infrarotbildes in ein radiometrisches Bild, aus dem sich Temperaturwerte ablesen lassen. Denn jeder Pixel im radiometrischen Bild ist eigentlich eine Temperaturmessung. Zu diesem Zweck sind komplexe Algorithmen in die Wärmebildkamera integriert.
Die Wellenlänge von Infrarotstrahlung im elektromagnetischen Spektrum liegt zwischen der des (für Menschen) sichtbaren Lichtes und der von Mikrowellen. Die wichtigste Quelle von Infrarotstrahlung ist Wärme oder thermische Strahlung. Jeder Gegenstand, der eine Temperatur über dem absoluten Nullpunkt besitzt (-273,15 Grad Celsius oder 0 Kelvin) strahlt im Infrarotbereich.
TD

 

 

 

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