Südtirol: Starkschnee bringt Wild in Not

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Ungewöhnlich hohe Schneelagen bringen das Wild in Südtirol in Bedrängnis. Da eine Fütterung bis auf Heu fürs Rehwild dort verboten ist, beantragte der Südtiroler Jagdverband am 23. Januar bei der zuständigen Landesbehörde eine Ausnahmegenehmigung, um auch Rotwild füttern zu ­dürfen. Diese wurde am 29. Januar über den zuständigen Landesrat ­Arnold Schuler erteilt. 

Rothirsch im Schnee
Bei außergewöhnlich hohen Schneelagen können Jäger in Südtirol eine Ausnahmegenehmigung zur Wildfütterung beantragen.
Foto: R. Grassi / vk

Wer füttern will, muss aber ­weitere bürokratische Hürden ­nehmen: Das Amt für Jagd und Fischerei stellt auf Antrag des ­Südtiroler Jagdverbandes ein positives Gutachten für jene Reviere aus, in ­denen es noch außergewöhnlich hohe Schneelagen gibt. Die Reviere, in denen gefüttert werden soll, müssen zudem die Zustimmung des jeweiligen Grundeigentümers einholen. Dann melden sie sich beim zuständigen Bezirksforstinspektorat, das die Genehmigung erteilt.

Der Verband rechnet mit erhöhten Winterausfällen bei Reh- sowie Rotwild, Gämsen und Steinböcken. Im letzten Starkwinter 2008/09 wurden ­allein in Südtirol knapp 3 000 Stück Fallwild verzeichnet. vk

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