Urlaub mit dem Hund

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Die Sommerzeit naht, und viele Hundeführer nehmen ihren Vierläufer ganz selbstverständlich mit in die Ferien. Damit der Urlaub nicht in Stress ausartet, sollten Sie einiges beachten. -Michael Woisetschläger

1 Reisebestimmtungen beachten

Bei Reisen innerhalb der EU muss der Hund über eine gültige Tollwutimpfung verfügen und einen blauen EU-Heimtierausweis (Impfpass) haben.Wer nach Skandinavien fährt, sollte sich über die aktuellen Reisebestimmungen informieren. Selbst nach Norwegen, wo die Einreise mit Hund früher recht umständlich war und viel Vorlauf erforderte, kann inzwischen mit Nachweis einer aktuellen Tollwutimpfung gereist werden.

Infos finden Sie unter bmel.de in der Rubrik Haustiere.

Foto: Pixabay/ Brummeier

2 Die Anreise

Bereits die Fahrt in den Urlaub kann für den Vierläufer Stress bedeuten, besonders wenn er lange im Auto sitzen muss und sonst nur die kurze Fahrt ins Revier gewöhnt ist. Regelmäßige Stopps – etwa alle zwei Stunden bspw. – machen den Fahrer munter und den Hund locker. Eine Hundebox im Fahrzeug sollte selbstverständlich sein, natürlich sollte der Insasse vorher daran gewöhnt sein und die Box als willkommenen Ruheort kennengelernt haben. Bei Bahnfahrten kann eine Box oder aber Leine und Maulkorb verwendet werden – Letzteren sollte Ihr Jagdkamerad selbstverständlich kennen. Im Ausland kann es regional ebenfalls Maulkorbpflicht geben. Sich vorher über die dortigen Bestimmungen zu informieren, macht Sinn.

3 Wasser und Verpflegung

Bei warmem Wetter oder auch bei Wanderungen muss an die Versorgung des Hundes gedacht werden. Praktisch ist eine Trinkflasche für Hunde, die auch über einen klappbaren Bechervorsatz verfügt. Alternativ tut es die PET-Flasche und eine klein zusammenfaltbare Trinkschüssel. Für längere Pausen oder beim Gang ins Wirtshaus empfiehlt es sich, eine Decke oder bspw. ein platzsparend zusammengerolltes Filzhundelager mitzuführen. Kotbeutel sind nicht jedermanns Sache, sorgen aber am Urlaubsort stets für freundliche Gesichter und sind – neben diesbezüglichen Verordnungen der Gemeinden – eine Sache des Anstands.

4 Bewegungsfreiheit

Je nach Urlaubsziel und Anzahl der Urlaubsgäste kann es schwierig bis unmöglich sein, Ihren Jagdhund frei laufen zu lassen. Auch Leinenzwang in Naturschutzgebieten, im Gebirge wegen frei laufender Weidetiere oder aufgrund der Brut- und Setzzeit kann dem Bewegungsdrang des Vierläufers entgegenstehen. Eine Schleppleine bietet daher ein Mindestmaß an Freiheit, ohne dem Führer die Kontrolle zu nehmen. Beim Picknick am Strand oder beim Sonnenbad ist nicht immer ein Baum zum Anbinden des Hundes greifbar. Ein Anbindepflock schafft Abhilfe. Bei der Ortswahl sollten Sie unbedingt auf den Schatten denken, der im Tagesverlauf wandert. Ein Handtuch zum Abtrocknen nach dem Bad im Meer oder See oder – wer es mag – ein Hundebademantel schützen vor Erkältungen und halten Hotelzimmer und Auto sauber. Soll der Hund unbedingt mit auf hohe See, ist eine Schwimmweste empfehlenswert.

5 Spaß zu Hause

Sie fahren dieses Jahr nicht in Urlaub? Kein Problem. Nutzen Sie doch die Zeit mit der Fahrt an nahe gelegene Gewässer, und schaffen Sie Ihrem Vierläufer an den Hundstagen Erfrischung im kühlen Nass. Im Zubehörhandel gibt es spezielle Hundepools, billiger gehts es im Schnäppchenmarkt: Dort bekommen Sie Kinderspielmuscheln, die eigentlich als Sandkasten gedacht sind, oft für wenige Euros. Ein nasses Frotteehandtuch auf dem Balkon als Unterlage für den Hund ist eine alternative Kühlmöglichkeit, falls Sie zu Hause keinen Platz für einen Pool haben.

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