Jagd in Augenhöhe

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Die Luderhütte:
So manche Verkühlung kann sich der passionierte Jäger in den Wintermonaten nach langen Ansitznächten auf zugigen, hohen Kanzeln holen. Der eiskalte Wind zwingt ihn außerdem, seinen Ansitz oft vorzeitig abzubrechen. Eine Luderhütte dagegen ist viel bequemer und außerdem sehr viel erfolgsversprechender. Horst Rohleder weiß warum.

 

Von Horst Rohleder

Als ich mich wiedermal durchgefroren von einem Nachtansitz am Kamin aufwärmte, beschloss ich, die nachfolgend beschriebene Luderhütte zu bauen. Das nötige Material besorgte ich mir beim nächsten Baumarkt beziehungsweise aus dem eigenen Revier. Nach sechs Stunden körperlicher Arbeit war meine Luderhütte fertig. Seit dem sitze ich in der Raubwildsaison jede Mondnacht in meinem Ansitz, um Fuchs, Marder oder Iltis auf den Balg zu legen. Durch die völlig andere Perspektive erscheint so mancher „Voss“ riesig, und nicht selten schnürt er zum Greifen nah an mir vorüber.

Unvergessliche Jagderlebnisse

Es gibt für mich nichts Spannenderes als diese Momente. Adrenalin pur, wenn Reineke auf einmal wie hingezaubert auf der Bildfläche erscheint, und ich versuche, unbemerkt in den Anschlag zu gelangen. Der Schuss an sich ist, bei einer Entfernung von zirka 25 Metern, keine Kunst mehr. In einem Winter konnte ich elf Füchse auf diese Weise erlegen. Bauen Sie sich auch eine Luderhütte! Sie werden mit unvergesslichen Jagderlebnissen für Ihre Arbeit belohnt.

Vor dem Aushub der Grube den Standort auswählen. Die Entfernung zum Luderplatz sollte nicht weiter als eine Schrotschuss-Entfernung sein. Ganz wichtig: Die Luderhütte darf nicht innerhalb der Hauptwindrichtung liegen. Optimal ist es dann noch, wenn Sie das Mondlicht im Rücken hätten, Reineke also nicht im Gegenlicht steht. Die Innenmaße der Grube sind individuell anzupassen. Der Autor hat sein Erdloch 1,50 Meter breit und einen Meter tief ausgehoben. Wobei die Seiten wegen der Verschalung etwas großzügiger bemessen werden. Ein Absatz für das Sitzbrett ist dabei auszusparen. Mit einem Kleinbagger geht die Arbeit schneller. Per Hand schaufelt man rund 1,5 Stunden (Je nach Bodenbeschaffenheit)

 

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