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Ziel: Grünes Abitur

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Peter Schmitt

AUS DEM WILD UND HUND-TESTREVIER:
Zwei junge Kollegen aus dem Verlag haben beschlossen, den Jagdschein zu machen. Wir versuchen, sie dabei bestmöglich zu unterstützen.

Mentor Thore Wolf (M.) zeigt seinem Schützling Lukas Braunroth (r.)
und Michelle Bachmann die Altersbestimmung anhand des Zahnabschliffs.

Vorsichtig zieht ein einzelnes Stück Damwild aus dem Waldsaum auf den Äsungsstreifen an der Suhlenkanzel. „Und?“, frage ich meine Begleitung, während wir beide das Glas vor die Augen nehmen. „Alttier“, kommt die Antwort überraschend schnell. Schließlich haben wir erst das zweite Mal Damwild in Anblick. „Warum?“, hake ich nach. „Starkes Gebäude, langes Haupt, und ich meine, die Spinne gesehen zu haben“, lautet die sichere Antwort. Sehr gut! Da hat sich das Üben anhand von Fotos doch gelohnt. Das führende Alttier hat von uns nichts zu befürchten. Anfang Juli hat es das Kalb abgelegt und ist allein unterwegs. Und so baumen wir einige Zeit später ab – wieder erfolglos. Auch dass Jagd nicht immer Beute bedeutet, muss man lernen. Einige Monate zuvor klopfte es an meiner Bürotür. Eine
der jungen Auszubildenden, Michelle Bachmann, trat schüchtern ein. Ob ich nicht ihr Mentor für den Jagdschein, den sie über die Kreisgruppe machen wolle, sein könnte. Als
ich zusagte, wusste ich allerdings noch nicht, dass man in Rheinland-Pfalz für diese Aufgabe behördlich zugelassen werden muss und urkundlich ernannt wird. Aber auch diese
bürokratische Hürde haben wir nach einem gemeinsamen Informationsabend der Kreisjägerschaft genommen.

Seitdem heißt es Ansitzen, Aufbrechen, sich mit Waffen beschäftigen, Bäume, andere Pflanzen, Fährten, Spuren sowie Pirschzeichen bestimmen und Prüfungsfragen büffeln. Als
besonders wertvoll stellte es sich heraus, bereits im Frühjahr damit angefangen zu haben. Denn jetzt, in der dunklen Jahreszeit, lässt die Arbeit kaum noch Ansitze oder Exkursionen
bei Büchsenlicht zu. Unser Video-Volontär Lukas Braunroth ist bei der Aktion Jagdschein ebenfalls mit an Bord. Auch dessen Mentor kommt mit Thore Wolf aus der WuH-Redaktion. Die beiden zukünftigen Jungjäger wollten die Möglichkeit nutzen, während ihrer Ausbildung, vom Verlag unterstützt, das Grüne Abitur zu machen. Schließlich kommt Michelle aus einem Jägerhaushalt, und Lukas ist als begeisterter Angler quasi schon auf dem richtigen Weg gewesen.
So heißt es für die zwei nun seit geraumer Zeit, zweimal die Woche den Jagdscheinkurs und ab Januar fleißig den Schießstand zu besuchen. Im Mai folgen dann die Prüfungen. Darauf angesprochen stehen beide doch ziemlich unter Druck. „Alle Kollegen wissen natürlich, dass wir den Jagdschein machen wollen. Sollte ich nicht bestehen, will ich mir den nächsten Arbeitstag gar nicht vorstellen!“, sagt Michelle. Kopfzerbrechen bereiten vor allem die praktische und die Schießprüfung: „Theoretische Tests kennt man ja von der Schule und dem Studium. Wenn ich an die anderen zwei denke, kann man schon etwas
nervös werden“, macht sich Lukas so seine Gedanken.

Unter Anleitung von Volontär Fabian Alexi versorgt Jagdscheinanwärterin Michelle ein Drückjagdreh.

wir Kollegen werden natürlich unser Bestes geben, die zwei Aspiranten gut vorzubereiten und zu unterstützen.
Jemand, der seinen Jagdschein zwar schon in der Tasche hat, aber als Jungjägerin immer dazulernen möchte, ist SandraJung.
Auch ihr greifen wir unter die Arme und geben ihr die Möglichkeit, im WuH-Testrevier zu jagen. Ihre Erfahrungen teilt sie mit anderen frischgebackenen Jägern oder denen, die es werden wollen, auf jungjäger.de.

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