Aktuelle Monitoringdaten: Rebhuhnbesätze gehen weiter zurück

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Die Auswertung der Monitoringdaten des Wildtier-Informationssystems (WILD) hat für 2017 ergeben, dass es nur noch 64 000 Rebhuhnpaare in Deutschland gibt. Zudem ist das Verbreitungsgebiet der Art innerhalb von acht Jahren um ein Drittel geschrumpft. Das berichtet der Deutsche Jagdverband in einer Pressemitteilung und fordert aufgrund dieser Ergebnisse neue Ansätze im Artenschutz in Zusammenarbeit mit Landwirten.

In Deutschland werden die Rebhuhnbesätze auf 64 000 Paare geschätzt.
Foto: Shutterstock

Wissenschaftler haben die von Jägern gezählten Brutpaare von 2009 bis 2017 ausgewertet und einen Rückgang von 44 Prozent der Rebhuhnbesätze festgestellt. Insgesamt haben sich an der Untersuchung Reviere mit einer Gesamtfläche von 9,4 Millionen Hektar beteiligt. Damit war knapp ein Drittel der gesamten Jagdfläche in Deutschland dem Monitoring beteiligt. Neben den Prädatoren wie Fuchs und Waschbär ist die stetige Veränderung der Agrarlandschaft eine der Hauptursachen für den Rückgang. In vielen Teilen Deutschlands verzichten Jäger deshalb auf die Bejagung des Rebhuhns, da diese nicht nachhaltig ist. aml

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