BW: Lörracher Jäger wehren sich gegen FFH-Plan

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Der Kreisverein Badischer Jäger in Lörrach (KJV) setzt sich gegen den Managementplan für das FFH-Gebiet „Belchen“ zur Wehr, in dem unter anderem eine weitreichende Intensivierung der Jagd auf die Gams gefordert wird.

Der Wildart wird ausgerechnet Verbiss- und Trittbelastung an Biotopen wie Schutthalden, Felsen und Pionierrasen auf Felskuppen angelastet. Zugleich sieht der Plan ansonsten beispielsweise eine „turnusmäßige Gehölzentstockung“ oder die „Beweidung mit Rindern“ als geeignete Pflege für diese Biotope an. Der KJV kritisiert in seiner Stellungnahme, dass im Zuge des Maßnahmenplan nicht die notwendigen Basisdaten zum Gamswild, wie Bestandsgröße, Zuwachs, Aufbau der Alters- und Sozialstruktur erhoben wurden.

(Symbolbild: Pixabay/ rottonara)

„Damit ist eine fundierte, wildbiologisch orientierte Jagdplanung unmöglich, und man greift wieder einmal nur zu dem einfachsten Mittel: die Forderung nach einer Abschusserhöhung“, schreibt der Verband. Er weist zudem darauf hin, dass im Plan der Erhaltungszustand der betreffenden Lebensraumtypen als „hervorragend“ oder „gut“ bewertet wurde, und dass vermeintlich verbissene Waldbereiche sich nicht in den aktuellen forstlichen Gutachten der Reviere widerspiegelten.

vk

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