Erster Nachweis in Deutschland: Hund und Katze haben Coronavirus

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Ein Hund aus München und eine Katze aus Frankfurt am Main haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Laut NDR hat das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems bei Greifswald die positiven Proben der beiden Tiere untersucht.

Ein Hund aus München und eine Katze aus Franfurt am Main sind postiv auf COVID-19 getestet worden (Symbolbild).
Foto: Pixabay

Die Katze wurde getestet, nachdem im Haushalt des Stubentigers das Virus aufgetreten war. Das Tier habe bereits Antikörper gebildet und die Infektion überlebt. Seitdem Frühjahr ist bekannt, dass Covid auch auf Haustiere übertragbar ist (WuH berichtete). Es sei der erste Nachweis dieser Art in Deutschland, erklärte FLI-Präsident Thomas Mettenleiter laut NDR. Weltweit sind bisher 70 bestätigte Fälle von Haustieren bekannt, die mit dem Coronavirus infiziert sind. Zwei Drittel davon seien Katzen, ein Drittel Hunde. Dabei wird aber das Virus klassischerweise vom Mensch aufs Tier übertragen, andersherum sei bisher noch kein Fall bekannt.

Laut einer Sprecherin des FLI gäbe es bisher keine Quarantäne-Regelungen für infizierte Haustiere, seit Juli besteht aber für diese ebenfalls Meldepflicht. Bei Infektionsverdacht sei aber Abstand halten zunächst oberstes Gebot.

Das FLI hat auf seiner Internetseite Empfehlungen zusammengestellt, wie mit infizierten Haustieren umgegangen werden sollte.

aml

 

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