Wolf und DJV neu regeln

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Für eine Neuausrichtung des Deutschen Jagdverbandes sprach sich der Präsident der Landesjägerschaft Niedersachsen (LJN), Helmut Dammann-Tamke, auf deren Mitgliederversammlung am 16. Juli in Visselhövede aus.

LJN-Präsident Helmut Dammann-Tamke sieht die derzeitige Organisation des Deutschen Jagdverbandes kritisch. (Foto: Dr. Rolf Roosen)

„Man darf sich nicht am langsamsten Waggon des Zuges orientieren“, sagte er und plädierte dafür, Mehrheitsentscheidungen auch durch alle 15 Landesjagdverbände zu tragen wie es dem demokratischen Prinzip entspreche. Hauptaufgabe des DJV sei das Lobbying am Bundestag. „Solange wir im DJV noch über die Länge der Schweißfährte auf einer Hundeprüfung diskutieren, haben wir ein Riesenproblem“, so der LJN-Präsident. Den Bayerischen Jagdverband hat der Niedersachse offenbar abgeschrieben. „Die Bayern sind raus“, sagte er als Fazit aus einem in WILD UND HUND erschienenen Interview mit dem neuen BJV-Präsidenten Ernst Weidenbusch, worin dieser sich vom DJV distanziert hatte.

Auch beim Wolf plädierte Dammann-Tamke zum wiederholten Male für die Anerkennung des günstigen Erhaltungszustandes. Den Antrag könnte die Bundesregierung längst für die fünf Bundesländer mit hoher Wolfsdichte stellen, tue dies aber nicht. „Die Wolfspopulation wird weiter dynamisch wachsen, ein aktives Management ist überfällig. Das Thema Wolfs läuft aber auf uns zu, die Zeit läuft für uns“, lautete Dammann-Tamkes Prognose.

mh

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